Mit neuem Vertrag, der Kapitänsbinde am Arm und großen Zielen ist Fabian Reese in die neue Saison gestartet. Doch die ersten Wochen der Saison waren schwer für den 27-Jährigen.
Hertha BSC setzte den Saisonstart in den Sand und einige Fans machten die Misere auch an ihrem neuen Kapitän aus. Denn den ersten vier Spieltagen gelang ihm keine Torbeteiligung. Inzwischen, nachdem Reese vom Sturmzentrum auf den linken Flügel gewechselt ist, zeigt seine Form steil nach oben. Zudem hat er nach acht Partien immerhin drei Vorlagen auf seinem Konto. Ein Tor fehlt aber noch – dabei winkt ein Platz in den Geschichtsbüchern.
Hertha BSC: Wann platzt bei Reese der Knoten?
Für Fabian Reese ist es die inzwischen dritte Saison bei Hertha BSC. In seiner ersten traf der gebürtige Kieler neunmal ins Netz und legte 14 Treffer auf. In seinem zweiten Jahr, das er verletzungsbedingt oft nur von der Tribüne aus verfolgte, kam er im Saisonendspurt im Sturmzentrum zum Einsatz, machte elf Tore und legte ein weiteres auf.
Aktuell steht Reese noch bei null Treffern. Entsprechend groß war der Frust, nachdem sein Traumtor gegen Preußen Münster wegen einer Millimeter-Abseitsstellung von Sebastian Grönning zurückgepfiffen wurde. Dabei könnte sich Fabian Reese in dieser Saison in die Geschichtsbücher von Hertha BSC eintragen – und zwar nicht nur für den Fall, dass am Ende doch noch der Aufstieg gelingt. Dafür müsste aber langsam der Knoten platzen.
+++ Nach Absage an Hertha BSC: Ex-Nationalspieler kickt nur noch in Liga drei +++
Denn schon jetzt steht Fabian Reese mit seinen 20 Zweitligatoren für Hertha zusammen mit Ronny und Gregor Grillemeier auf einem geteilten achten Platz von Herthas Zweitliga-Rekordtorschützen. Schafft es Reese in diesem Jahr also wieder auf rund zehn Tore, würde er am Ende bei 30 Treffern stehen. Damit würde er den dritten Platz einnehmen.
So sieht Herthas Zweitliga-Torjägerliste aus
Damit würde Reese Heikko Glöde verdrängen, der zwischen 1983 und 1986 drei Saisons für Hertha BSC spielte und in 108 Spielen 29 Treffer erzielte. Auf Platz eins der Liste steht übrigens Theo Gries, der zwischen 1988 und 1994 für Hertha spielte und 56 Tore erzielte. Auf Platz zwei steht Thomas Remark mit 33 Toren.
Sollte Reese nicht zu Heikko Glöde aufschließen können, gibt es aber auch noch ein paar andere Spieler, die er in dieser Saison überholen könnte. Auf dem geteilten vierten Platz stehen derzeit Mike Lünsmann und Adrian Ramos (beide 26 Treffer), auf dem geteilten sechsten Platz Haris Tabakovic und Axel Kruse (beide 22 Treffer).
+++ Nader Jindaoui: So läuft es für den Ex-Hertha-Kicker in Hoffenheim +++
Zumindest Platz vier sollte für Fabian Reese am Ende der Saison drin sein. Wenn er aber die Wahl hätte, ob er lieber sich aber im Mai als Aufstiegskapitän oder als dritter der Zweitliga-Torschützenliste in die Hertha-Geschichtsbücher eintragen kann, würde er wohl sicher den Aufstieg wählen. Für beides wäre es gut, wenn der Knoten endlich platzt.
