Tierheim Berlin klagt an: „Danke für nix, Berliner Senat“

Das Tierheim Berlin übernimmt die Versorgung unzähliger Tiere – darunter befinden sich jedes Jahr auch über 2.000 Fundtiere und rund 900 sichergestellte Tiere. Eigentlich ist das eine kommunale Aufgabe, die das Tierheim jedoch größtenteils allein trägt.

Der Tierschutzverein für Berlin fordert nun vom Berliner Senat eine feste und dauerhafte finanzielle Unterstützung im Landeshaushalt. Trotz mehrfacher Gespräche und Eingaben ist im aktuellen Entwurf für den Doppelhaushalt 2026/2027 keine Finanzierung vorgesehen.

Neue Tierheim-Kampagne soll auf finanzielle Probleme aufmerksam machen

Nun hat das Tierheim Berlin die Kampagne „Danke für nix, Berliner Senat“ gestartet. Zum Auftakt wurde am Dienstag (14. Oktober) auch zu einem Protest vor dem Roten Rathaus in Mitte aufgerufen, wo drei Motive zu „Kalle braucht Kohle – Mieze braucht Moneten – Bommel braucht Bares. Danke für Nix, Berliner Senat“ enthüllt wurden.

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Stellvertretend für die hier abgebildeten Tiere (Hund, Katze und Kaninchen) macht das Tierheim Berlin unmissverständlich klar, dass die finanzielle Lage ziemlich prekär ist. Denn es trägt aktuell jährliche Fixkosten von rund 11 Millionen Euro – für eine Aufgabe, die für die Stadt unverzichtbar ist, aber nicht allein durch Spenden und Ehrenamt finanzierbar ist.

Auf seiner Instagram-Seite macht das Tierheim seinem Unmut Luft: „Wir fordern vom Berliner Senat: Es ist Zeit, Verantwortung zu übernehmen! Wir fordern den Tierheimeuro, damit das Tierheim Berlin seine Arbeit langfristig sichern kann – im Sinne der Tiere und der Stadt.“

Der „Tierheimeuro“ könnte das Tierheim Berlin finanziell entlasten

Um seine Arbeit langfristig abzusichern, fordert das Tierheim Berlin eine verlässliche Finanzierung durch das Land Berlin – konkret: eine jährliche Pauschale von 2 Euro pro Einwohner. So kann der Tierschutz in der Hauptstadt nachhaltig gesichert werden – im Interesse der Tiere und der Stadt. Hiervon würden auch diese Aufgaben mitfinanziert:

Für das Tierheim Berlin steht fest: Tierschutz ist eine öffentliche Verantwortung, die eine feste finanzielle Berücksichtigung im Landeshaushalt erfordert – auch im Bereich der Bildungs- und Aufklärungsarbeit. Aus diesem Grund sollte sich der Berliner Senat seiner Verantwortung nicht entziehen. Weitere Informationen zur Kampagne „Danke für nix, Berliner Senat“ und zum „Tierheimeuro“ gibt es auf der Internetseite des Tierheims.