Hertha BSC prüft rechtliche Schritte: Sind Dynamo-Fans zu weit gegangen?

Der 1. November ist ein Ausnahmetag für Berlin. Weil es aufgrund von Feiertagen in mehreren Bundesländern nicht anders umsetzbar ist, tragen Hertha BSC und Union Berlin ihre Liga-Heimspiele am gleichen Tag aus.

Schon das bedeutet für die Berliner Polizei eine große Belastung. Verstärkt dürfte sie dadurch werden, dass Fans von Hertha-Gegner Dynamo Dresden schon jetzt immer wieder sticheln. Hertha BSC prüft derweil rechtliche Schritte.

Hertha BSC: Spiel gegen Dresden wirft Schatten voraus

Schon seit Wochen kündigen Fans von Dynamo Dresden an, das Olympiastadion „einnehmen“ zu wollen, wenn sie am 1. November gegen Hertha BSC spielen. Die Berliner scheinen den Gästen auch durchaus entgegenkommen zu wollen. Das offizielle Gästekontingent hat Hertha bereits erweitert – von 7.300 Gästetickets auf 11.400.

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Doch den Dresdner Fans scheint das längst nicht zu reichen. Beim Auswärtsspiel in Darmstadt hielten die Fans der Sachsen Transparente in die Höhe auf denen stand: „Keine Karte? Kein Problem. 30.000 – ihr werdet sehen! 01.11.25 – alle nach Berlin.“ In der Nacht zum Donnerstag kam die Botschaft noch näher.

Dynamo-Graffiti auf dem Hertha-Gelände

Mutmaßliche Dynamo-Fans hatten auf dem Vereinsgelände von Hertha BSC ein Hertha-Bild übermalt und dort eine üble Drohung hinterlassen. „Hertha, du alte Hure: Rück mehr Karten raus, sonst fallen wir mit der Tür ins Haus“, stand da. Und: „Dynamo kommt.“ Um diese Sätze zu hinterlassen, müssen die Schmierfinken einen Zaun überwunden haben.

Zwar hat Hertha die Dynamo-Schmierereien inzwischen übermalen lassen, vorbei ist die Sache aber noch nicht. Der Verein prüft derzeit eine Anzeige bei der Polizei. Und dann muss ja auch noch das Spiel über die Bühne gebracht werden. Fußballspiele zwischen Hertha BSC und Dynamo Dresden wurden in der Vergangenheit ohnehin immer ganz besonders von der Polizei beobachtet. Die Scharmützel im Vorfeld dürften für noch mehr Aufmerksamkeit sorgen.