Berlin schläft nie! Das dürften besonders die Rettungskräfte der Berliner Polizei und Feuerwehr regelmäßig zu spüren bekommen.
In der Nacht zu Dienstag (21. Oktober) wurden die Einsatzkräfte in den Westen der deutschen Hauptstadt gerufen. Vor Ort standen die Beamten erstmal vor einem großen Rätsel…
Berliner Einsatzkräfte stehen vor einem Rätsel
Wie die „B.Z“ zuerst berichtete, soll die Feuerwehr gegen 2.40 Uhr in die Kurfürstenstraße zur Kreuzung An der Urania gerufen worden sein. Dort bemerkten Einsatzkräfte kurz zuvor zwei Männer, die Schussverletzungen aufwiesen. Der Bereich wurde vorsorglich weiträumig abgesperrt. Doch ob es sich dabei überhaupt um den Tatort handelte?
In der unweit entfernten Fuggerstraße Ecke Martin-Luther-Straße wurde nämlich ein Fahrzeug entdeckt, dessen vordere Seitenscheibe eingeschlagen war. Ein Einschussloch war in der Frontscheibe ebenfalls zu sehen. Gut möglich, dass die beiden Verletzten noch versucht haben, sich rund 500 Meter vom ursprünglichen Ort des Geschehens zu entfernen, bis sie letztendlich zusammengebrochen waren.
Zeuge flüchtet mit verdächtiger Beute in der Hand
Vor Ort galt für die Berliner Polizei deshalb an erster Stelle: Beweise sichern. Die zwei Personen wurden festgenommen, als plötzlich ein weiterer Mann vom Balkon aus einen Hinweis gerufen haben soll – die Polizei solle unter einem Transporter nachsehen. Diesen Moment schien einer der Zeugen zu nutzen, um selbst etwas unter dem Fahrzeug hervorzuholen und zu flüchten.
Die Einsatzkräfte nahmen die Verfolgung auf und konnten den Herrn kurze Zeit später festnehmen – sowie die mysteriöse Beute. Worum es sich bei den sichergestellten Paketen handelt ist noch unklar. Laut Augenzeugen soll es sich dabei allerdings um Drogen handeln. Die genauen Hintergründe zur Tat sind nun Teil der Ermittlungen.
Berliner Polizeigewerkschaft besorgt
Für die Bevölkerung bestand aufgrund des schnellen Handelns der Einsatzkräfte glücklicherweise keine Gefahr. Für GdP-Landeschef Stephan Weh dennoch ein Grund zur Besorgnis: „Unsere Kolleginnen und Kollegen verdienen höchsten Respekt – sie riskieren in solchen Einsatzlagen Leib und Leben, um andere zu schützen. Diese ständige Gefährdung darf nicht zur Normalität werden. Berlin braucht endlich mehr Schutz und hochwertige Ausrüstung für die, die uns schützen.“
Denn was durch diesen Vorfall einmal mehr klar wird: „Wenn mitten in der Nacht in der Berliner City scharf geschossen wird, ist das leider fast schon trauriger Alltag. Das ist ein erschütterndes Zeichen dafür, wie sehr die Hemmschwelle zur Gewalt gesunken ist.“
