Nach Drohnenvorfall am Flughafen BER: Innensenatorin äußert sich

Zwei Stunden lang ging am Freitagabend (31. Oktober) am Flughafen BER nichts mehr, nachdem eine Drohne gesichtet worden war. Wir berichteten. Nicht das erste Mal, dass eine Drohne Probleme machte. Schon sechsmal in diesem Jahr störten Drohnen den Betrieb.

Infolge des jüngsten Vorfalls äußerte sich nun Innensenatorin Iris Spranger mit einer klaren Forderung.

Spranger für bessere Drohnenabwehr

Gegenüber der dpa sprach sie sich für bessere Drohnenabwehr aus: „Ich begrüße die Initiative auf Bundesebene in Bezug auf die Drohnenabwehr. Ich befürworte die Einrichtung eines zentralen Drohnenabwehrzentrums.“

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Berlin habe bereits früh die Dringlichkeit der Drohnenabwehr erkannt und schon zur UEFA EURO 2024 Abwehrtechnik beschafft. Es würde dafür gesorgt, dass zusätzliche Anschaffungen möglich sind. Mit Blick auf die Unterstützung der Bundeswehr bei der Drohnenabwehr mahnt die Politikerin, dies müsse in engen, rechtlichen Grenzen erfolgen und geprüft werden.

Drohnen können Flieger zum Abstürzen bringen

In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Drohnenvorfälle an deutschen sowie mehreren europäischen Flughäfen gegeben. Anfang Oktober mussten deswegen beispielsweise Starts und Landungen in München eingestellt werden. In Kopenhagen war es Ende September mehrfach zu Sichtungen gekommen, unter anderem in Kopenhagen, Karup und Aalborg.

Von den Flugobjekten geht eine große Gefahr für Flugzeuge aus. Kollidieren sie mit Maschinen oder gelangen in die Triebwerke, kann das fatale Folgen haben und im schlimmsten Fall sogar zum Absturz führen.

Rund um Flughäfen gelten Drohnenflugverbote. In Schönefeld gilt es über dem Flughafen BER sowie in dem 1,5 Kilometer angrenzenden Bereich. Wer 1,5 Kilometer entfernt ein Objekt aufsteigen lassen will, benötigt dafür eine Genehmigung.