Die AfD baut gezielt Kontakte zu Donald Trumps politischem Umfeld in den USA auf. Regelmäßige Treffen mit Republikanern, darunter Persönlichkeiten aus der Trump-Regierung, verdeutlichen die wachsende Verbindung. Die Partei erhofft sich durch die Unterstützung aus den USA, Druck auf die deutsche Regierung ausüben zu können.
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AfD sucht Nähe zur Trump-Regierung: Netzwerke in den USA
Die AfD versucht, Kontakte zur Regierung von Donald Trump und seinem Umfeld aufzubauen, wie „Politico“ berichtet. Dies zeigen regelmäßige Treffen zwischen AfD-Politikern und prominenten Republikanern in Washington. Zuletzt lud die US-Abgeordnete Anna Paulina Luna die AfD-Chefin Alice Weidel zu einem Gespräch nach Washington ein. Luna schrieb auf X: „Bitte überlegen Sie, mit einer Delegation Ihrer Mitglieder von der AfD nach Washington DC zu kommen.“ Luna pflegt auch Kontakt zu der rechten Influencerin Naomi Seibt, die wegen ihrer Nähe zur AfD und Trumps MAGA-Bewegung in Deutschland angeblich bedroht wird und in den USA Asyl beantragt hat, wie wir berichteten.
Diese Aktivitäten sind Teil eines größeren Plans. AfD-Politiker treffen sich regelmäßig mit Vertretern aus der Trump-Regierung, wie zuletzt Joachim Paul und Beatrix von Storch. Paul, der wegen Bedenken des Verfassungsschutzes von der Oberbürgermeisterwahl ausgeschlossen wurde, sprach offen über seine Kontakte in die USA. „Natürlich ist man untereinander vernetzt“, sagte er. US-Größen wie Elon Musk und Michael Shellenberger haben sich öffentlich für Paul eingesetzt und prangern deutsche Maßnahmen gegen die Rechts-Partei als „politische Zensur“ an.
Rechts-Partei will Einfluss der Trump-Bewegung nutzen
Durch die Nähe zur Trump-Regierung erhofft sich die AfD offenbar mehr Druck auf die deutsche Regierung. Maximilian Krah erklärte gegenüber „Politico“, dass die Trump-Administration aufmerksam verfolge, was in Deutschland geschieht. „Das gibt Hoffnung auf ein Ende dieser Zustände“, sagte er. „Das gibt Hoffnung auf ein Ende dieser Zustände. Wenn Merz und Wadephul sich bei ihren USA-Besuchen für die Angriffe auf die Meinungsfreiheit rechtfertigen müssen und gar mit einem Ende der Geheimdienstkooperation gedroht wird, wird das schnell zu einem Umdenken führen.“
Die Verbindungen zwischen AfD und Republikanern sind kein Geheimnis. Alice Weidel traf bereits im Februar auf US-Vizepräsident JD Vance, der die deutsche Position zu Brandmauern kritisierte. Journalistin Pauline von Pezold berichtet in ihrem „Welt“-Artikel, dass AfD-Funktionäre seit Monaten fast monatlich in Washington zu Gesprächen mit Republikanern reisen. Elon Musk und andere Trump-Anhänger unterstützen die AfD öffentlich, vor allem seit deren Einstufung als rechtsextrem durch den Verfassungsschutz. Die Kooperation scheint darauf abzuzielen, die deutsche Regierung unter Druck zu setzen und der Rechts-Partei internationalen Rückhalt zu geben.
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