Sky und DAZN schauen genau hin: Grünes Licht für großen DFL-Schritt

Achtung Sky, Achtung DAZN! Die Deutsche Fußball Liga darf beim Online-Sportsender Dyn offiziell einsteigen. Das Bundeskartellamt hat grünes Licht gegeben – dem Erwerb von 6,5 Prozent am Streamingdienst steht nichts mehr im Weg.

Damit ist der Weg frei für eine Beteiligung, die auch mit Blick auf künftige Medienrechte interessant werden könnte. Sky und DAZN werden die Entwicklungen rund um Dyn und die DFL wohl genau beobachten.

Neuer Konkurrent für Sky und DAZN?

Laut Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, gefährdet die DFL-Beteiligung den Wettbewerb nicht. „Durch die Beteiligung entsteht keine wettbewerblich bedenkliche Marktposition des einen oder des anderen Unternehmens“, erklärte Mundt. Auch die starke Rolle der DFL bei der Vergabe von Fußball-Rechten werde dadurch „nicht weiter verstärkt“.

Dyn sendet seit August 2023 und zeigt nationale und internationale Wettbewerbe aus Handball, Basketball, Volleyball, Hockey und Tischtennis. Fußball ist bislang bewusst ausgeschlossen – und das bleibt vorerst so. Dennoch sorgt der Schritt der DFL für Aufsehen. Denn mit der Entscheidung steigt sie in ein Marktumfeld ein, das bislang von Sky und DAZN dominiert wird.

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Der ehemalige DFL-Geschäftsführer Christian Seifert steht bei Dyn als Vorstandsvorsitzender an der Spitze. Neben der DFL ist auch die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, im Zuge einer Kapitalerhöhung eingestiegen. Nach Abschluss der Vereinbarung teilen sich vier Gesellschafter den Sender.

Das Medienhaus Springer und die Schwarz-Gruppe halten jeweils rund 42,5 Prozent. Seifert besitzt rund neun Prozent, die DFL wie geplant 6,5 Prozent. Die Europäische Kommission hatte den Einstieg der Schwarz-Gruppe bereits zuvor abgesegnet. Mit dem DFL-Einstieg sind nun alle Weichen gestellt.

Erste Vorbereitungen für 2029?

Auch wenn die DFL den kleinsten Anteil hält, gilt der Schritt als cleverer Schachzug. Dyn plant zwar weiterhin keinen Kauf von Fußball-Rechten, bietet sich aber als technische Plattform an. Damit könnte die DFL langfristig neue Vertriebswege schaffen – eine indirekte Herausforderung für Sky und DAZN.

Aktuell halten Sky und DAZN noch die Übertragungsrechte der Bundesliga. Diese Verträge laufen seit Sommer 2025 über vier Jahre. Eine kurzfristige Änderung ist also nicht zu erwarten. Technisch wäre es allerdings problemlos möglich, auch Fußball über Dyn zu streamen – falls sich das Modell in Zukunft öffnet.

Mit dem Einstieg bei Dyn testet die DFL jedenfalls neue Wege jenseits der klassischen TV-Partner. Die Streaming-Konkurrenz wächst – und Sky und DAZN bekommen einen weiteren starken Namen im Kampf um die Gunst der Sportfans.

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