10,20 Euro im Jahr – so günstig ist ein Anwohnerparkausweis in Berlin derzeit. Doch das könnte sich bald ändern. Bereits im August hatte Verkehrssenatorin Ute Bonde umfassende Reformen angekündigt.
An der Umsetzung hapert es jedoch. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CUD) fordert jetzt Tempo, vor allem bei der Preiserhöhung.
Anwohnerparken in Berlin: deutlich höhere Gebühren geplant
Seit 2008 wurden die Gebühren für das Anwohnerparken in Berlin nicht angehoben. Kai Wegner will das nun ändern. Gegenüber dem „Tagesspiegel“ sagte er: „Wir haben bei den Gebühren für das Anwohnerparken die Möglichkeit, die Einnahmesituation für Berlin deutlich zu verbessern. Ich möchte, dass wir jetzt schnell zu einer angemessenen Erhöhung der Gebühren für das Anwohnerparken kommen.“
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Eine Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen. Wegner steht dazu bereits mit Verkehrssenatorin Bonde und der CDU-Fraktion im Austausch. Wie stark die Preise steigen sollen, ließ er offen. Klar ist jedoch: Der derzeitige Preis deckt nicht einmal die Verwaltungskosten für die Ausstellung des Parkausweises. Schon im August hatte Bonde gegenüber der dpa eine Anhebung auf 80 bis 120 Euro pro Jahr vorgeschlagen.
Wegner fordert schnelle Lösung
Bonde plant ein umfassendes Konzept, das das Anwohnerparken flexibler, aber auch teurer machen soll. Künftig könnten Anwohner nicht nur in ihrer eigenen Parkzone, sondern auch in ausgewählten Nachbargebieten parken – ohne extra Ticket.
Auch Wegner hält ein solches Gesamtkonzept für sinnvoll, moniert aber das langsame Tempo. „Wir brauchen beim Anwohnerparken eine schnellere Lösung“, forderte er. „Ich wünsche mir, dass wir in dieser Koalition noch ein Gesamtkonzept für das Parken beschließen.“ Sollte das nicht rechtzeitig gelingen, will er zumindest bei den Gebühren rasch nachjustieren. (mit dpa)
