Von der Boxengasse auf P3! Max Verstappen zeigt in Brasilien einmal mehr, dass er zweifelsfrei einer der besten Formel-1-Piloten aller Zeiten ist. Der Niederländer lieferte ein irres Rennen – normalerweise sollte nach einer solchen Aufholjagd pure Ekstase im Team herrschen.
In Brasilien war das anders. Auch, weil alle Beteiligten bei Red Bull wohl wussten, dass an diesem Tag die Vorentscheidung in der WM-Wertung gefallen war. Lando Norris gewann das Rennen und machte so einen großen Schritt in Richtung Formel-1-Titel.
WM für Verstappen trotz Hammer-Rennen gelaufen?
Nach einem enttäuschenden Samstag nahm Red Bull am Auto von Verstappen einige fundamentale Veränderungen vor. In er Folge musste der Niederländer aus der Boxengasse starten und ging von P19 in das Rennen. Dass Verstappen den ein oder anderen Platz gutmachen würde, war zu erwarten. Mit diesem Verlauf des Rennens war jedoch nicht zu rechnen.
Aufgrund von Unfällen und Ausfällen der Konkurrenz konnte sich Verstappen schnell in die Top zehn kämpfen. Kurzzeitig führte er das Rennen sogar an, als die Konkurrenz zum Boxenstopp gekommen war. In den letzten Runden flog der Niederländer dann förmlich über die Strecke und holte sich einen Platz nach dem anderen. Nur an Kimi Antonelli und Lando Norris kam er nicht vorbei.
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Es war ein nahezu perfektes Rennen für Red Bull und Verstappen – wäre da nicht der Sieg von Norris. Denn durch den Erfolg des Briten hat Verstappen in der WM-Wertung ordentlich an Boden verloren. 49 Punkte trennen die beiden Kontrahenten, dazwischen rangiert Oscar Piastri mit 34 Punkten Rückstand auf Norris auf der Zwei.
Formel-1-Wunder vom Tisch?
85 Punkte sind in den verbleibenden drei Formel-1-Rennen – inklusive des Sprintrennens in Katar – noch zu vergeben. Dass Verstappen einen 49-Punkte-Rückstand noch aufholen und sowohl an Piastri als auch an Norris vorbeiziehen kann, ist äußerst unrealistisch. Schließlich ist der McLaren und allen voran Norris schlichtweg zu konstant. Dass Verstappen drei Rennen vor Schluss überhaupt noch in den Diskussionen rund um den Titel auftaucht, ist ein Wunder. Schließlich war er im Sommer noch meilenweit von den McLaren weg.
Die einzige Hoffnung für Verstappen und Red Bull: Verstappen selbst. Denn wenn es ein Fahrer schaffen kann, dann er. Doch anhand seiner Reaktion in Brasilien kann man schon deuten, dass auch er nicht mehr wirklich daran glaubt. Es wäre ein noch wildere Aufholjagd als die, die er in Brasilien hingelegt hat.
