Fahrgäste der Berliner U-Bahn müssen einmal mehr starke Nerven beweisen: Ab sofort fahren auf der U2 zwischen Theodor-Heuss-Platz und Ruhleben keine Züge mehr.
Bis 30. November übernehmen Ersatzbusse den Verkehr auf dem westlichen Abschnitt, wie die BVG mitteilte.
BVG-Linie U2 lahmgelegt
Grund sind laut „Tagesspiegel“ gravierende Schäden an der Tunneldecke, die laut BVG keinen Aufschub dulden. Eine geplante Generalsanierung erst 2029 käme zu spät – die Decke gilt als einsturzgefährdet. Schon in den vergangenen Jahren war die Strecke immer wieder gesperrt, zuletzt von November 2022 bis März 2023.
Die jetzige Sperrung war ursprünglich für September vorgesehen, musste aber wegen Materialmangels verschoben werden. Immerhin fällt der Termin günstig: Hertha BSC hat im Olympiastadion nur ein Heimspiel, und die Arena bleibt per S-Bahn gut erreichbar.
Ab Januar kommt es richtig dicke
Auch andere Linien sind betroffen: Die U3 endet derzeit an der Spichernstraße – wer von Dahlem nach Kreuzberg will, muss dreimal umsteigen. Und die U6 bleibt zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Tegel weiterhin dicht – schon seit drei Jahren.
Doch der wahre Kraftakt steht erst bevor: Ab Mitte Januar bis Mitte Mai 2026 wird der unterirdische Bahnhof Nollendorfplatz komplett gesperrt. Betroffen sind gleich drei Linien – U1, U3 und U4. Die Einschränkungen gelten als beispiellos: Die U4 wird in dieser Zeit vollständig eingestellt. Die U1 kann nur noch zwischen Wittenbergplatz und Uhlandstraße sowie zwischen Gleisdreieck und Warschauer Straße pendeln.
Kleinere Lichtblicke gibt es immerhin auf der U7: In Neukölln wird dort bis zum 12. Dezember nur nachts gebaut – von 22.30 Uhr bis 3.30 Uhr, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten.
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