Netto muss sich Aldi geschlagen geben – mit Folgen für die Kunden

Im knallharten Preiskampf der Discounter sorgt nun ausgerechnet Netto für eine faustdicke Überraschung. Der zum dänischen Handelskonzern Salling gehörende Discounter hebt die Preise für zahlreiche Produkte an – und liegt damit teilweise über dem Niveau von Aldi. Eine Entscheidung, die im hart umkämpften Markt für Stirnrunzeln sorgt.

Netto plötzlich teurer als Aldi

Bisher galt Netto als Discounter, der Aldi mit besonders günstigen Angeboten Paroli bot. Doch laut der „Lebensmittel Zeitung“ hat sich das Blatt gewendet. Demnach verlangt Netto inzwischen bei mindestens 100 Artikeln höhere Preise – darunter Produkte wie Schoko-Doppelkekse oder Bio-Milch.

Für diese Artikel zahlen Kunden bei Netto derzeit mehr als bei der Konkurrenz. Warum der Discounter diesen Schritt geht, bleibt unklar. Eine offizielle Erklärung für die neue Preisstrategie hat Netto bislang nicht abgegeben.

In der Vergangenheit setzte Netto stark auf Preisaktionen, um Kunden von Aldi abzuwerben. Besonders die einst beworbene „Günstiger als Aldi“-Garantie sorgte für Aufmerksamkeit – und für Ärger. Verbraucherschützer gingen juristisch dagegen vor, weil sie die Kampagne für irreführend hielten.

Netto verabschiedet sich von alter Strategie

Nun scheint sich Netto von dieser aggressiven Preispolitik zu verabschieden. Statt weiter um jeden Cent zu kämpfen, orientiert sich der Discounter offenbar an einer neuen Strategie – möglicherweise mit Fokus auf Qualität, Markenaufbau oder Ertragssteigerung.

Beobachter sehen in der Entscheidung ein Zeichen wachsender Probleme im Kernmarkt von Netto, vor allem in Berlin und Ostdeutschland. Dort hat Aldi Nord in den vergangenen Monaten deutlich aufgeholt und seine Marktposition spürbar gestärkt.

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Wie die „Lebensmittel Zeitung“ berichtet, fällt es Netto zunehmend schwer, in diesen Regionen profitabel zu wirtschaften. Der Schritt zu höheren Preisen könnte also ein Versuch sein, die sinkenden Margen abzufedern – auch wenn das Risiko besteht, preisbewusste Kunden an die Konkurrenz zu verlieren.

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