Protestaktion im Netz: AfD-Jugendorganisation unter Druck

Die AfD plant am 29. und 30. November in Gießen ihre Jugendorganisation „Generation Deutschland“ zu gründen. Diese soll die bisherige „Junge Alternative“ (JA) ablösen. Widerstand gegen den AfD-Nachwuchs ist allerdings jetzt schon zu spüren.

AfD-Jugendorganisation macht Schlagzeilen – obwohl es sie noch nicht gibt

„Generation Deutschland“ unterscheidet sich teilweise von der bisherigen JA. Der neue Jugendverband soll laut AfD für alle Parteimitglieder unter 36 Jahren offen sein. Die JA umfasste jedoch auch Personen, die nicht Mitglied der Partei waren. Die Neugründung erfolgt insbesondere nach Skandalen um die JA und ihrer Einstufung als „gesichert rechtsextrem“. Innerhalb der AfD wuchs daraufhin die Sorge, ein Vereinsverbot der JA könnte zu einem Verbot der gesamten Partei führen.

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Trotz der geplanten Gründung hat „Generation Deutschland“ schon jetzt Kontroversen ausgelöst. Bereits im Juli ließ die Partei einige Designs als Bildmarken eintragen, die optisch an den geschützten Bundesadler erinnern. Mitte Oktober ging die AfD noch weiter: Ein Logo, das den Reichsadler zu imitieren scheint und dessen rechter Flügel erhoben ist, wurde eingereicht. Diese Darstellung wird von einigen sogar als subtile Anspielung auf den Hitlergruß gewertet.

Widerstand gegen AfD-Nachwuchs – zunächst in den sozialen Medien

Die AfD wirbt mit der Aussage, dass „Generation Deutschland“ eine gemäßigtere Linie vertreten solle. Doch Recherchen von WDR und NDR zeigen, dass zum Gründungstreffen in Gießen auch Personen aus dem rechtsextremen Milieu eingeladen wurden. Dies stellt die angekündigte gemäßigte Ausrichtung infrage.

Als Reaktion darauf haben Organisatoren einer kreativen Protestaktion bereits über 1.000 Social-Media-Accounts mit dem Namen „Generation Deutschland“ erstellt.

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