AfD-Politiker blendet in ARD-Talkshow die Realität aus – ganz im Sinne Putins

Fragwürdiger Auftritt von AfD-Außenpolitiker Markus Frohnmaier! Der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion beschönigt in der ARD-Sendung von Sandra Maischberger die Bedrohung, die von Wladimir Putin ausgeht.

So behauptet Frohnmaier auf Frage der Moderatorin Maischbergers, dass von Putin keine Gefahr für Deutschland ausgehe. Später unterstreicht er in der ARD-Sendung: „Wir befinden uns nicht im Krieg mit Russland.“

Keine Bedrohung durch Putin? Hybrider Krieg läuft seit Jahren

In einem Streitgespräch auf Sendung gibt es Contra von CDU-Politiker Norbert Röttgen: „Wer angesichts dieser offensichtlichen Realität von Vernichtungskrieg in Europa und einem hybriden Krieg gegen Europa und gegen Deutschland dann sagt, von dem geht gar keine Gefahr aus, da würde ich mal sagen, das ist die beste Propaganda, die Putin sich wünschen kann.“

+++ Mehr zum Thema: AfD: Schock um geplante Russland-Reise – „Sprachrohr Moskaus“ +++

Tatsächlich erscheint die Einschätzung Frohnmaiers sonderbar. So gab es in der jüngsten Vergangenheit zahlreiche aggressive Vorfälle in Deutschland, die belegbar oder höchstwahrscheinlich auf das Konto von Putin und seinem Kreml-Machtapparat gehen.

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Putin-Vertrauter droht Deutschland immer wieder offen mit Einmarsch

Auch scheint der AfD-Spitzenpolitiker auszublenden, dass Dmitri Medwedew, ehemaliger russischer Präsident (2008–2012) und aktueller stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates, sogar immer wieder mit Atomschlägen gegen Deutschland und einen Einmarsch russischer Truppen in Berlin droht.

Zudem verunglimpft der enge Putin-Vertraute die Bundesregierung wiederholt als faschistisch und zieht Vergleiche zum NS-Regime (mehr dazu hier).

AfD-Politiker nimmt auch Warnungen aus der Bundeswehr nicht ernst

Weiter schlägt Frohnmaier mit seinem Statement in der ARD-Sendung völlig in den Wind, dass die Führung der Bundeswehr immer wieder vor einer realen und unmittelbaren Bedrohung durch Russland für die NATO und damit auch für Deutschland ausgeht. So halten Generalleutnant Alexander Sollfrank sowie Generalinspekteur Carsten Breuer einen Angriff etwa auf das Baltikum bis 2029 für möglich.

Warum der AfD-Politiker diese Warnungen aus der Bundeswehr vor Putin herunterspielt, bleibt ein Rätsel. Dem Kreml dürfte es jedenfalls gefallen.