Über Geld spricht man nicht, schon gar nicht in der Filmbranche. Schauspieler halten sich in der Regel bedeckt, wenn es um ihre Gagen geht. „Traumschiff“-Star Daniel Morgenroth machte nun jedoch eine seltene Ausnahme. In der ZDF-Sendung „Volle Kanne“ sprach der 61-Jährige überraschend offen über die Realität seines Berufs und fand dabei deutliche Worte.
Denn vor allem finanziell ist die Schauspielerei ein hartes Pflaster.
„Traumschiff“-Star kritisiert Gagen in ZDF-Sendung
Gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Schauspielerin Johanna Klante, war „Traumschiff“-Kapitän Morgenroth bei Moderatorin Nadine Krüger zu Gast. Im Gespräch blickte das Paar auf mehr als zwei Jahrzehnte im Schauspielgeschäft zurück. In dieser Zeit habe sich laut Morgenroth vieles verändert. „Wenn man heute Schauspieler werden wolle, müsse man sich warm anziehen“, erklärte er.
Denn durch die Digitalisierung sei der Einstieg in den Beruf einerseits leichter geworden: „Dadurch, dass jeder zu Hause seine Bewerbungsvideos drehen könne, sei alles so einfach geworden.“ Doch die Schattenseite ist, dass die Konkurrenz wächst, während das Angebot schrumpft. „Gleichzeitig sei das Angebot geringer geworden. Insbesondere am Theater sei es hart“, betonte Morgenroth.
„Harter, langer Weg“
Wie schwierig die Bedingungen für junge Schauspieler tatsächlich sind, verdeutlichte er mit einem Beispiel: „Die Anfängergehälter, da fallen die Leute um, die liegen immer noch bei unter 3.000 Euro brutto, wenn du am Theater nach vier Jahren Ausbildung anfängst.“ Wer in dieser Branche bestehen wolle, müsse Durchhaltevermögen beweisen: „Das ist wirklich ein harter, langer Weg.“
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Neben seiner Rolle als Staff-Kapitän Martin Grimm auf dem „Traumschiff“, die er seit sechs Jahren regelmäßig verkörpert, steht Morgenroth gemeinsam mit seiner Frau immer wieder auf der Theaterbühne.
Ende November sind der „Traumschiff“-Schauspieler und seine Ehefrau in einer Komödie am Berliner Schlosspark-Theater von Dieter „Didi“ Hallervorden zu sehen.
