Oscar Piastri steckt laut Ex-Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya in einer echten Krise. Der frühere Grand-Prix-Sieger sieht den jungen Australier im internen McLaren-Duell mit Lando Norris klar im Nachteil – und spart dabei nicht mit deutlichen Worten.
„Das Problem ist: Piastri hat keinen Speed“, urteilte Ex-Formel-1-Pilot Montoya. Als Beleg führt der Kolumbianer die Anfangsphase des Brasilien-GP an. In Interlagos hatte Piastri nach einer Kollision mit Kimi Antonelli kurzzeitig Platz zwei hinter Norris übernommen – doch der Brite fuhr ihm rasch davon.
Formel-1-Legende Montoya rechnet mit Piastri ab
„Norris hatte sieben oder acht Sekunden Vorsprung“, betonte Montoya. Eine Entschuldigung für die schwache Pace gebe es nicht: „In Mexiko war es wenig Grip, in Brasilien war es buckelig“, zitierte er sarkastisch. Für den kommenden Grand Prix in Las Vegas erwartet der Kolumbianer keinen Aufschwung – im Gegenteil.
„Las Vegas wird für sie keine starke Strecke wegen des geringen Downforce“, erklärte Montoya. „Sie werden keinen großen Vorteil haben, und die anderen werden ihnen das Leben schwer machen.“ Besonders Ferrari, Mercedes und Red Bull sieht der frühere Williams- und McLaren-Fahrer klar im Vorteil.
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Montoya prophezeit: „Wenn Piastri also ein durchschnittliches Rennen hat, kann er zehn, 15 Punkte verlieren.“ Damit könnte der 23-Jährige im WM-Duell gegen Teamkollege Norris weiter ins Hintertreffen geraten. Auch die öffentliche Wahrnehmung spielt laut Montoya eine Rolle – besonders nach den Pfiffen gegen Norris in Brasilien.
„Ich denke, alle buhen Norris aus, weil sie annehmen, dass McLaren ihn bevorzugt“, sagte Montoya. Doch dieser Eindruck täusche: „Ich denke, McLaren hat das Auto im Qualifying stärker gemacht und Norris kann es fahren, Piastri nicht.“
Hass „kann als Treibstoff genutzt werden“
Für Montoya ist die Kritik an Norris sogar ein Antrieb. „Die Formel 1 ist kein Beliebtheits-Wettbewerb, es geht darum, seinen Gegner zu zerstören“, sagte er. „Wenn Fans und Fahrer dich hassen, ist das sogar ein noch besserer Grund, sie mit deiner Leistung zu zerstören. Der Hass kann als Treibstoff genutzt werden.“
Der 48-Jährige, einst Teamkollege von Ralf Schumacher bei Williams, spricht aus Erfahrung – und macht klar: In der Formel 1 zählt am Ende nur eines – wer schneller ist. Für Oscar Piastri dürfte das Urteil besonders bitter sein.
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