Eigentlich wäre der Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg ganz gut mit Hallenbädern für die Wintermonate ausgestattet – gäbe es da nicht die eine oder andere Baustelle.
Das „Hans Rosenthal“ Stadtbad hatte beispielsweise zum letzten Mal am 1. Januar 2024 seine Türen geöffnet. Seitdem warten Besucher vergeblich darauf, wieder plantschen gehen zu können. Wie lange müssen die Anwohner in Schöneberg sich überhaupt noch gedulden?
Berliner Stadtbad seit langer Zeit dicht
Diese Frage stellten sich auch mehrere Grünen-Abgeordnete, nachdem sie bereits Beschwerden von Bürgern zur aktuellen Hallenbad-Situation im Bezirk erhalten haben. Auf Nachfrage beim Senat, ob eine frühere Wiederinbetriebnahme des Bades möglich sei, antwortete dieser nach Rücksprache mit den Berliner Bäderbetrieben: „Im Rahmen der laufenden Sanierung wurden die erforderlichen Bauleistungen ausgeschrieben.“
In Sachen Baufortschritt liege man allerdings im zeitlichen Rahmen. „Nach derzeitigem Stand ist geplant, die Sanierungsmaßnahme Mitte 2026 abzuschließen“, so die Senatsverwaltung weiter. Ursprünglich sollte das Bad allerdings bereits im Oktober 2025 eröffnen. Woran die Verschiebung des Termins lag?
Berliner Anwohner von Baustelle genervt
„Verzögerungen sind zum einen auf den tatsächlichen Bauzustand zurückzuführen, der sich anders darstellte als in der Planung angenommen. Ausschreibungen führen zum anderen
nicht in jedem Fall unmittelbar zu Ergebnissen“, erläuterten die Verantwortlichen. Möglichkeiten zur Beschleunigung des Fortschrittes gebe es jedoch keine. Übrigens seien für die Baumaßnahme 10,6 Millionen Euro eingeplant und finanziell abgesichert.
Doch was wird überhaupt so lange gebaut? „Die Hauptbaumaßnahmen betreffen die Erneuerung der Fliesen sowie Abdichtungen. Zudem werden Lüftungsanlage und Badewasseraufbereitungstechnik modernisiert“, lautet die Erklärung. Auch neue Aufenthaltsräume für das Personal sollen geschaffen werden.
Ein Problem aufgrund der übergangsweisen Schließung des Bades sehe der Senat aber nicht: „Die Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg und das Stadtbad Tempelhof befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft und sind vorwiegend für Vereine geöffnet.“ Es gebe also für den Zeitraum der Baumaßnahmen genügend Ausweichmöglichkeiten.
