Bald ist Schluss! Teil von BVG-Tramlinie wird stillgelegt

„Stabilität vor Wachstum“ – so lautet das aktuelle Motto der BVG, wenn es um die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin geht. Statt neue Strecken zu bauen, will das Unternehmen vor allem das bestehende Netz modernisieren und zuverlässiger machen.

Davon ist auch die Tramlinie 21 betroffen. Am 21. November fährt sie vorerst zum letzten Mal auf ihrer gewohnten Strecke. Für Fahrgäste in Berlin-Lichtenberg bedeutet das nun aber erst einmal: Ersatzverkehr statt Stabilität.

Wegen maroden Gleisen – BVG muss Tram-Strecke stilllegen

Seit Langem steht fest, dass die BVG-Linie 21 zwischen der Boxhagener Straße in Friedrichshain und der Marktstraße in Rummelsburg nicht weiter betrieben werden kann. Die Gleise sind in so schlechtem Zustand, dass eine Stilllegung unvermeidlich ist. In der Nacht vom 21. auf den 22. November tritt die Tram 21 auf dieser Teilstrecke ihre letzte Fahrt an. Für rund zwei Jahre wird sie danach zweigeteilt verkehren.

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Für die ersten Wochen der Bauzeit hat die BVG einen Ersatzverkehr eingerichtet. Wie das Unternehmen mitteilt, fährt vom 22. November bis 1. Dezember ein Ersatzbus zwischen Bersarinplatz und Hegemeisterweg. Wer weiter Richtung Schöneweide möchte, kann in die Linien M17 oder 37 umsteigen.

Tramanbindung zum Ostkreuz in weiter Ferne

Ab dem 1. Dezember sollen die Gleisarbeiten an der Ehrlichstraße/Müritzstraße abgeschlossen sein. Dann beschränkt sich der Ersatzverkehr bis zum 14. Dezember auf den Abschnitt zwischen Bersarinplatz und Blockdammweg. Ab dem 14. Dezember verkehrt die Linie 21 wieder zwischen S+U Lichtenberg/Gudrunstraße und Holteistraße sowie zwischen Marktstraße und S Schöneweide. Der Abschnitt Holteistraße – Marktstraße bleibt jedoch weiterhin gesperrt. Einen Ersatzverkehr wird es dann nicht mehr geben; die BVG verweist auf die parallel verlaufende Buslinie 240.

Eine vollständige Verbindung der Linie 21 ist erst vorgesehen, wenn die geplante neue Tramstrecke über das Ostkreuz realisiert wird. Schon seit Jahren ist die Anbindung des Bahnhofs an das Straßenbahnnetz geplant – ein konkreter Baustart steht jedoch noch aus.

Abschied mit Nostalgie-Fahrt

Bevor die 21 vorerst verschwindet, dürfen sich Fans auf ein besonderes Highlight freuen: Am Samstag, dem 15. November, lädt der Denkmalpflegeverein Nahverkehr Berlin (DVN) zu mehreren Sonderfahrten mit einer historischen Straßenbahn ein. Achtmal wird der rund 15 Meter lange Oldtimerzug die Boxhagener Straße entlangfahren, berichtet die „nd„.

Die Sonderfahrten starten alle 80 Minuten zwischen 10.48 Uhr und 14.48 Uhr am Blockdammweg und fahren bis zur Landsberger Allee/Petersburger Straße. Zurück geht es ab 11.28 Uhr, ebenfalls im 80-Minuten-Takt. Gehalten wird nur an den Stationen S-Bahnhof Rummelsburg, Holteistraße und Bersarinplatz. Fahrkarten gibt es direkt beim Schaffner an Bord – mit 3 Euro (ermäßigt 1,50 Euro) sind sie sogar günstiger als ein normales BVG-Ticket.