Kälte-Check: Ist Berlin bereit für den drohenden Wintereinbruch?

Mit den ersten winterlichen Temperaturen rückt auch der Winterdienst in den Fokus. Schon bald könnte Schnee und Eis den Straßenverkehr in Berlin und Brandenburg beeinträchtigen – und die Berliner Stadtreinigung (BSR) wird erneut gefordert sein, für sichere Wege zu sorgen.

Während viele Berliner ihre Schneeschaufeln noch im Keller haben, arbeitet die BSR bereits seit Wochen an ihren Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit. Doch wie gut ist die BSR auf den Winter vorbereitet?

Kann Berlin den Winter trotzen?

Mit Blick auf die kommende Wintersaison hat die Berliner Stadtreinigung (BSR) betont, dass sie „gut gerüstet für die kalte Jahreszeit“ ist. In einer Pressemitteilung nennt die BSR rund 2.300 Mitarbeitende und 540 Räum- und Streufahrzeuge, die im Einsatz sind.

In ihren Streugutlagern hat die Stadtreinigung rund 13.000 Tonnen Salz, 2.100 Kubikmeter Sole und 5.000 Tonnen Splitt eingelagert. Der Winterdienst der BSR deckt ein breites Netz ab: Neben Fahrbahnen sind auch Radwege, Fußgängerüberwege, Haltestellen sowie ausgewählte Plätze und Fußgängerzonen Bestandteil der Zuständigkeit. Wichtig zu wissen: Für die Räumung von Gehwegen sind größtenteils die Anwohner selbst verantwortlich.

Das sagt die BSR über den „differenzierten Winterdienst“

Ein besonderes Merkmal ist der „differenzierte Winterdienst“: Die BSR strebt hier eine ausgewogene Balance zwischen Verkehrssicherheit, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit an. So wird Feuchtsalz sparsam eingesetzt – nur in Mengen von 5 bis maximal 25 Gramm pro Quadratmeter.

Die Koordination der Einsätze erfolgt anhand aktueller Wetter- und Straßenzustandsdaten. In der Regel arbeiten die Einsatzkräfte in zwei Schichten, bei extremen Bedingungen sogar rund um die Uhr.

So kann jeder Anwohner mithelfen

Was können die Berliner selbst tun? Die BSR weist in ihren Informationsmaterialien darauf hin, dass Anwohner vor ihrem Grundstück Gehwege von Schnee und Eis freihalten müssen – in mindestens ein Meter Breite. Dabei ist der Einsatz von Auftaumitteln wie Streusalz auf Gehwegen aus Umweltschutzgründen verboten. Verstöße können sogar mit Bußgeldern bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Den Verkehrsteilnehmern, insbesondere Autofahrern und Radfahrern, empfiehlt die BSR ihre Fahrweise an die Witterung anzupassen. Zudem ist es wichtig, Räum- und Streufahrzeugen Platz zu machen, damit sie effizient arbeiten können.

Mit gut gefüllten Streugutlager, einer großen Einsatzmannschaft und klaren Zuständigkeiten ist die BSR für die kommenden frostigen Monate gut vorbereitet. Doch der Erfolg des Winterdienstes hängt auch stark von der Mithilfe der Anwohnerinnen und Anwohner ab.