Bei „Bares für Rares“ sorgen alte Werbebanner immer wieder für staunende Blicke, doch was Kandidat Nick in der Donnerstagsfolge (13. November) präsentiert, haben selbst die Experten so noch nicht gesehen. Der 22-jährige Auszubildende aus Essen bringt keinen klassischen Emaille-Schriftzug mit, sondern einen seltenen Werbebanner aus Jeansstoff, bedruckt für die Marke Levi’s.
Ein ungewöhnliches Stück, das er aus dem Fundus seines Vaters mitgebracht hat. Ende der 90er Jahre habe der das Banner in Gelsenkirchen ergattert, erzählt Nick, ohne zu ahnen, dass der Fund Jahrzehnte später zum kleinen Goldstück wird. Denn trotz schmaler Expertise explodiert der Wert im Händlerraum.
„Bares für Rares“-Experte hält sich mit Schätzung zurück
Experte Sven Deutschmanek ordnet das Stück historisch ein: „Wenn man über Jeanshosen spricht, fällt zwangsläufig der Name Levi’s.“ Die Marke gehe auf Levi Strauss zurück, einen gebürtigen Bayern, der 1847 in die USA auswanderte, und sich dort gemeinsam mit dem Schneider Jacob Davis die Idee der genieteten Arbeitshose patentieren ließ. Der Werbebanner spielt bewusst mit dem Cowboy-Mythos, der bis heute das Markenimage prägt.
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Beim Wunschpreis zeigt sich Nick zurückhaltend. Unter 100 Euro würde er das Banner ungerne ziehen lassen, über alles drüber, würde er sich umso mehr freuen. „Hauptsache, es ist weg“, so Nick. Doch der Experte bremst die Erwartungen zunächst. Deutschmanek schätzt den Wert auf 60 bis 80 Euro. Doch die Händler sehen das ganz anders.
„Bares für Rares“-Händler kämpfen um Levis-Werbung
Im Händlerraum nimmt die Geschichte eine überraschende Wendung. Wolfgang Pauritsch eröffnet mit einem Gebot von 100 Euro und überschreitet damit schon den Schätzwert. Kurz darauf steigen auch Benjamin Leo Leo, Sarah Schreiber und Steve Mandel ein. Die Händler liefern sich ein spannendes Bieterduell, das schließlich bei 470 Euro endet.
Benjamin Leo Leo gewinnt schließlich das Rennen um das Levis-Banner. Ein Ergebnis, das Nick sprachlos zurücklässt. Damit wurde Deutschmaneks Einschätzung um ein Vielfaches überboten.
