Juwel vor Abgang – der 1. FC Köln sieht keinen Cent

Vom Profidebüt zum Regionalliga-Bankdrücker: Neo Telle steckt fest. Der Innenverteidiger sucht Spielzeit, die Karrierekurve klemmt. Beim 1. FC Köln verdichten sich die Hinweise auf einen Abschied. Der Youngster braucht Antworten – und zwar schnell. Sonst verliert er endgültig den Anschluss.

Er war kurz oben, jetzt wieder unten angekommen. Anfang des Jahres debütierte Telle bei den Profis. In der Regionalliga kämpft er heute um Minuten. Das Thema beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit dem 20-Jährigen? Die Stimmung wirkt zunehmend frostig.

Unklare Zukunft beim 1. FC Köln

Sein erster großer Moment kam gegen Schalke. Trainer Gerhard Struber schob ihn ins Rampenlicht. Im März sah Lukas Kwasniok, damals beim SC Paderborn, gut zehn Minuten mit Telle. Es war schon sein dritter Einsatz in der 2. Bundesliga.

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Struber lobte ihn öffentlich als „ganz cooles Talent“. Doch Telles Chancen entsprangen auch einer dünnen Innenverteidigung. Der Vertrauensvorschuss blieb begrenzt. Bei Kwasniok scheint er keinen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben. In den Profi-Plänen taucht Telle aktuell kaum auf.

Talente-Druck beim 1. FC Köln

Der Sommerplan klang logisch: Vertragsverlängerung bis 2026, danach eine Leihe. Das Paket sollte Entwicklung bringen. Doch Telle unterschrieb nicht. Ohne neuen Kontrakt war eine Leihe vom Tisch. Seitdem steht er beim 1. FC Köln ohne echtes Schaufenster.

Die Bühne nutzen andere. Yannick Mausehund und Luc Dabrowski, beide 19, sammelten Pluspunkte. Beim Cologne Cup präsentierten sie sich robust. In der internen Rangliste liegen sie vorne. Beim 1. FC Köln rücken sie näher an die Profis heran als Telle. Auch in der U21 läuft es zäh. Zwei Mal nicht im Kader, sechs Mal ohne Einsatz. Vier Startelf-Nominierungen, drei Joker-Minuten. Evangelos Sbonias schaut derzeit meist an Telle vorbei. Bitter für einen Spieler, der letzte Saison noch 2. Bundesliga spielte.

Kaum Chancen nach oben

Und oben wird die Luft dünner. Rav van den Berg und Joel Schmied stehen auf der Liste. Vielleicht bleibt Timo Hübers ebenfalls. Zudem kehren Julian Pauli und Elias Bakatukanda von ihren Leihen zurück. Die Innenverteidigung des 1. FC Köln füllt sich. Für Telle bedeutet das: Der Weg in den Profikader ist fast blockiert. Beim 1. FC Köln wächst der Konkurrenzdruck. Zeitfenster schließen sich. Entwicklung braucht Minuten, die gerade fehlen.

Bleibt die Vertragsfrage. Verlängert der Klub noch, oder zieht er den Stecker? Ohne Unterschrift droht perspektivisch ein ablösefreier Abgang. Nicht morgen, aber absehbar. Das Risiko steigt mit jedem Spiel ohne Sichtbarkeit. Telle steht vor einer Richtungsentscheidung. Entweder er erzwingt den Neustart anderswo, oder er kämpft sich in Köln zurück.

Vom „ganz coolen Talent“ zum Fragezeichen war es nicht weit. Sein Weg hängt an einer klaren Entscheidung. Ob der 1. FC Köln verlängert oder trennt, muss bald feststehen. Falls Telle überhaupt noch will. Für ihn zählt jeder Tag. Ohne Wende bleibt der Abschied die wahrscheinlichste Option.

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