Formel 1: Verstappen-Vater schlägt McLaren-Alarm – „Plötzlich Autofahren verlernt?“

Kurz vor dem Grand Prix von Sao Paulo sorgte Jos Verstappen mit scharfen Aussagen für Aufsehen. Der Vater von Red-Bull-Weltmeister Max Verstappen wundert sich über Entwicklungen beim Formel-1-Team McLaren. Besonders Oscar Piastri und dessen nachlassende Leistungen stehen im Fokus seiner Kritik. Bis zum Rennen in Mexiko führte der junge Australier noch die Weltmeisterschaft an, liegt mittlerweile aber nur auf Platz zwei. Verantwortlich dafür: Sein Teamkollege Lando Norris, der derzeit einen Höhenflug erlebt und Piastri in der Fahrerwertung überholt hat.

Jos Verstappen nimmt dazu kein Blatt vor den Mund: „Piastri kann ja nicht plötzlich das Autofahren verlernt haben, oder? Wenn ich er wäre – oder sein Manager [Mark Webber] -, würde ich intern zumindest einmal mit der Faust auf den Tisch hauen. Denn im Moment fragen sich alle, ob er mit dem Druck umgehen kann, und das ist nicht gut für das eigene Ansehen – in diesem Fall für Piastris Ruf.“ Klare Worte des Niederländers, die eine Debatte um die Zukunft des McLaren-Piloten entfachen könnten.

Wittert Jos Verstappen eine Bevorzugung in der Formel 1?

Auf die Frage, ob er eine Bevorzugung von Lando Norris bei McLaren vermute, wirkt Jos Verstappen zwar zurückhaltend, bringt jedoch einen interessanten Gedanken ins Spiel. „Es mag auf den ersten Blick so wirken“, sagte er. „Ich habe da aber keinen Einblick. Wenn ich Piastri wäre, würde ich jetzt für mich selbst einstehen. Denn alle haben angenommen, dass er der kommende Weltmeister sein würde, und diese Wahrnehmung hat sich sehr schnell geändert.“

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Noch vor wenigen Wochen führte Piastri souverän die Formel-1-Fahrerwertung an. Doch durch viel Pech – wie zwei Unfälle in Baku sowie schwache Leistungen in Austin und Mexiko – verlor er nicht nur wertvolle Punkte, sondern auch seinen Vorsprung. Mit der verlorenen Tabellenführung ist auch die Rolle als Favorit auf den WM-Titel weg.

Was sagen die Formel-1-Entscheider bei McLaren?

McLaren-Teamchef Andrea Stella äußerte sich kürzlich zu Piastris Formtief. Er sieht die Ursache in den anspruchsvollen Streckenbedingungen von Austin und Mexiko-Stadt: Dort habe die geringe Bodenhaftung dem Australier zu schaffen gemacht. Lando Norris hingegen schien damit keine Probleme zu haben und holte auf den anspruchsvollen Kursen wichtige Punkte.

McLaren-Boss Zak Brown versuchte, die Wogen zu glätten. Er betonte: „Unser Team wird keinen Fahrer zur Nummer eins erklären. Wir lassen beide frei fahren. Wichtig ist, dass wir uns nicht selbst schlagen.“ McLaren setzt also weiterhin auf Gleichberechtigung, obwohl Norris aktuell klar in besserer Form ist. Für Piastri dürfte damit klar sein: Will er in der Formel 1 ganz oben stehen, muss er das Steuer selbst in die Hand nehmen und beweisen, dass er mit dem Druck umgehen kann.