6:0 gegen Slowakei – Deutschland verabschiedet sich mit einem Knall aus dem Länderspiel-Jahr 2025 und löst sehenswert das Ticket für die WM 2026. Auf dem Platz: nur Gewinner. Praktisch alle Spieler glänzten und machten so manchen Wackel-Auftritt der Vergangenheit vergessen.
Doch Deutschlands 6:0-Kantersieg brachte auch Verlierer hervor. Machtlos mussten drei Spieler zuschauen, wie ihre Konkurrenz brillierte und ihre eigenen Chancen auf einen Stammplatz oder gar ein WM-Ticket einen herben Dämpfer erlebten.
Die Verlierer der Deutschland-Gala
So oft rumpelte es zuletzt bei den Nagelsmännern, diesmal lief alles wie am Schnürchen. Gegen die Slowakei zündete das DFB-Team ein Feuerwerk. Hinten sicher, in der Mitte kreativ, vorne eiskalt – 15 Profis betrieben am Montagabend mächtig Eigenwerbung für weitere Länderspiele und ein WM-Ticket.
+++ Folgenschwerer Nagelsmann-Fehler: Juwel hat keine Lust mehr zu warten +++
Andere waren zum Zuschauen verdammt – und gehen jetzt als die Gala-Verlierer heraus. Niclas Füllkrug war auf dem besten Weg zum DFB-Kultstürmer. Doch sein gefloppter Wechsel zu West Ham United, Verletzungspech und der kometenhafte Aufstieg des Nick Woltemade ließen alles wieder in sich zusammenkrachen. So bitter es für den Ex-BVB-Star ist: Bei diesem Offensiv-Esprit und einem so verlässlichen Goalgetter braucht es bei der WM 2026 keinen Füllkrug – im aktuellen Zustand nicht einmal als Ersatz.
Rüdiger büßt Chancen ein
Bescheiden dürfte auch die Freude von Antonio Rüdiger über das 6:0 ausgefallen sein. Mit dem Adler auf der Brust hatte er zuletzt nur selten überzeugend abgeliefert. In seiner Abwesenheit spielt sich nun das Innenverteidiger-Duo Kevin Schlotterbeck und Jonathan Tah immer mehr zur Ideallösung ein. Ergänzen sich die beiden weiterhin so prächtig, sieht es schlecht aus mit einem Stammplatz für den Real-Star.
Als Verlierer darf sich auch Angelo Stiller fühlen. Der legte in den letzten Monaten und Jahren eine beeindruckende Karrierekurve hin, schien sich auch bei Deutschlands Nationalmannschaft immer mehr festzuspielen. Doch dann landete er erst auf der Bank und war für die beiden letzten Länderspiele nicht einmal nominiert. Als wäre das nicht frustrierend genug, musste er vor dem Fernseher auch noch zuschauen, wie seine Konkurrenten in der Kreativzentrale glänzten, mit Assan Ouedraogo ein weiterer hinzukam und seine Chancen auf ein WM-Ticket ein ganzes Stück schmolzen.
