Das Regelwerk der Formel 1 ist riesig und teilweise äußerst komplex. Und es erfordert eine ständige Neubewertung und Anpassung. Auch Regeln, die bereits seit vielen Saisons gelten, können so durchaus mal mir nichts, dir nichts gekippt werden.
Genau das ist jetzt wieder passiert. Bei der jüngsten Kommissionssitzung der Formel 1 beschlossen die Bosse eine Änderung in Bezug auf die persönlichen Nummern der Fahrer. Waren diese bisher permanent festgelegt, könnte es bald einige Änderungen geben.
Formel 1 erlaubt Nummerntausch
Seit 2014 galt in der Königsklasse die Vorgabe, dass sich die Fahrer ihre persönliche Nummer, die unter anderem dann auf ihrem Auto zu finden ist, aussuchen können. Eine Entscheidung für die Karriere. Immerhin konnten die Nummern anschließend nicht getauscht werden. Einzige Ausnahme: Der amtierende Weltmeister darf, wenn er möchte, mit der Nummer 1 an den Start gehen. So tat es Max Verstappen in den letzten Jahren.
Jetzt aber lockert die Königsklasse dieses starre Regel-Korsett. Die Kommission beschloss, dass die Fahrer der Formel 1 künftig einen Antrag einreichen können, wenn sie ihre Nummern zu Beginn einer neuen Saison ändern wollen. Ein Nummerntausch mitten in der Karriere wird so also auch für Nicht-Weltmeister möglich.
Ikonische Fahrernummern
Wie viel sich in Sachen Nummerntausch allerdings tatsächlich tun wird, bleibt abzuwarten. Denn für manchen Fahrer ist diese mehr als nur eine Nummer: Sie ist eine eigene Marke, Teil der eigenen Identität und ganzer Modekollektionen.
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Lewis Hamilton ohne die 44? Unvorstellbar. Max Verstappen ohne die 33, sobald er nicht mehr amtierender Weltmeister ist? Ein Ding der Unmöglichkeit. Die Verbindung zwischen manchen Fahrern und ihren Nummern ist so ikonisch, dass sie nicht mal eine Sekunde darüber nachdenken werden, diese zu ändern. Andere Fahrer könnten jedoch die Chance nutzen und eine Nummer wählen, die sie lieber mögen und die zu Beginn ihrer Karriere vielleicht vergeben war.
Diese Nummer vergibt die Formel 1 nicht mehr
Eine Nummer jedoch wird kein Fahrer jemals mehr wählen können. Die Nummer 17 vergibt die Königsklasse in Ehren an Jules Bianchi nicht mehr. Bianchi kam beim Großen Preis von Japan 2014 bei einem tragischen Unfall ums Leben. Die 17 war damals seine Nummer und soll daher an ihn erinnern.
