Berlin und seine Bahnhöfe sollen sicherer werden. Allen voran auch, damit sich Fahrgäste in den öffentlichen Verkehrsmitteln wieder mehr wohlfühlen können.
Neben dem Waffenverbot forderte die Bundespolizei deshalb vom 1. Oktober bis 17. November an 15 verschiedenen Bahnhöfen in der deutschen Hauptstadt ein Mitführverbot von gefährlichen Gegenständen – die Bilanz nach dieser Phase könnte kaum erschreckender ausfallen…
Kontrollen an Berliner Bahnhöfen überraschen
Täglich von 14 Uhr bis 4 Uhr des Folgetages war neben Messern, Waffen und Co. auch das Mitführen von beispielsweise Tierabwehrspray oder Schlaggegenständen, „die gegen Menschen eingesetzt werden können und geeignet sind, erhebliche Verletzungen herbeizuführen“ untersagt. Im Rahmen dieser sechseinhalb Wochen führte die Bundespolizei auch regelmäßige Stichproben mit ihren Kontrollen durch.
Innerhalb dieser Geltungsdauer wurden stolze 10.723 Personen kontrolliert, wie aus der aktuellen Meldung der Behörde hervorgeht. Das Ergebnis: Bei 509 Personen wurden insgesamt 561 Gegenstände sichergestellt. „Bei 200 Fällen lag ein Verstoß gegen die Allgemeinverfügung vor, bei 289 Fällen lagen durch den Besitz beziehungsweise das Mitführen Verstöße gegen das Waffengesetz beziehungsweise der in Berlin geltenden Waffen- und Messerverbotszone im ÖPNV vor“, teilten die Einsatzkräfte mit.
Bundespolizei vermeldet in Berlin mehrere Erfolge
Und die Bilanz schlüsselt die einzelnen Fälle sogar noch weiter auf: „Konkret wurden 255 verschiedene Messer, 159 Reizstoffe, 39 Hiebwaffen, 15 Waffen, 86 potenzielle Schlag- und Stichgegenstände sowie 7-mal Pyrotechnik sichergestellt beziehungsweise beschlagnahmt.“ Zudem deckten die Beamtinnen und Beamten bei den Kontrollen auch noch weitere Straftaten auf – in den meisten Fällen handelte es sich dabei um Gewaltdelikte.
Aber auch Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz sowie Betäubungsmitteldelikte waren mit dabei. Ebenso gelangen den Einsatzkräften der Bundespolizei an den 15 Bahnhöfen in Berlin 836 Fahndungstreffer – in 62 Fällen konnten offene Haftbefehle vollstreckt werden. Und auch wenn die Bilanz für Außenstehende vielleicht erschreckend und beunruhigend klingen mag, war der Einsatz für die Bundespolizei ein voller Erfolg.
