Am Freitagnachmittag (21. November) musste die Berliner Feuerwehr zu einem größeren Einsatz in Reinickendorf ausrücken. In der Scharnweberstraße war im Keller eines sechsgeschossigen Wohn- und Gewerbegebäudes ein Brand ausgebrochen.
Betroffen war besonders der Bereich der Elektroverteilung – eine gefährliche Situation, denn für die Einsatzkräfte bestand zunächst akute Stromschlag-Gefahr.
Brand in Reinickendorf: Einsatzkräfte am Limit
Aus diesem Grund konnte die Brandbekämpfung nicht sofort beginnen. Die Feuerwehr forderte den Netzbetreiber an, um das Gebäude vollständig vom Strom zu nehmen. Da der Netzbetreiber keine Sonden- und Wegerechte besaß, wurde er von der Berliner Polizei begleitet. Parallel dazu kontrollierten und belüfteten die Feuerwehrleute das Gebäude intensiv, um eine Ausbreitung von Rauch und giftigen Brandgasen zu verhindern.
Erst nachdem das Gebäude stromlos geschaltet war, konnte das Feuer bekämpft werden – und das mit einem speziellen Verfahren. Die Feuerwehr setzte 450 Kilogramm Kohlendioxid aus dem Abrollbehälter „Sonderlöschmittel“ (AB-Sonderlöschmittel) ein, um die Flammen im Keller zu ersticken. Durch das CO₂ wurde der Sauerstoff verdrängt, sodass der Brand ohne weiteres Auflodern gelöscht werden konnte.
So viele Männer und Frauen waren im Einsatz
Glücklicherweise wurde bei dem Einsatz niemand verletzt. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte etwa drei Stunden vor Ort. Die Scharnweberstraße musste währenddessen in Richtung Kurt-Schumacher-Platz vollständig gesperrt werden, was auch Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr hatte. Mehrere Buslinien mussten zeitweise umgeleitet oder gestoppt werden.
Der Einsatz zeigt erneut, wie komplex Brände im Bereich elektrischer Anlagen sein können und wie wichtig eine präzise Abstimmung zwischen Feuerwehr, Polizei und Netzbetreiber ist. Dank des schnellen Eingreifens konnte ein größeres Schadenereignis verhindert werden.
