Er spielte Hitler und Frankenstein: Schauspiel-Legende Udo Kier gestorben

Er war einer der ganz großen deutschen Schauspieler. Ein echter Hollywood-Star. Nun ist der Kölner Udo Kier im Alter von 81 Jahren verstorben. Das bestätigte der Lebensgefährte des Schauspielers, Delbert McBride, gegenüber dem US-Magazin „Variety“. Kier starb bereits am Sonntag (23. November 2025).

Kier galt als einer der wenigen deutschen Schauspieler, die sich in Hollywood durchsetzen konnten. Besonders seine Eis-Augen verliehen dem Mann, der für mehr als 250 Filme vor der Kamera stand, sein markantes Äußeres.

Hollywood-Star Udo Kier ist tot

Kier spielte unter anderem die Titelrollen in den Filmen „Flesh for Frankenstein“ aus dem Jahre 1973 und „Blood for Dracula“ aus dem Jahre 1974. Durch die beiden Filme schaffte es Kier in die A-Liga der deutschen Filmstars. Weitere Highlights seiner Karriere waren Meisterwerke wie „Die Frau des Bahnhofsvorstehers“ oder „Lili Marleen“, bei denen er mit Drehbuchautor und Regisseur Rainer Werner Fassbinder zusammenarbeiten durfte.

++ Trauer um Reporter-Legende – Ulli Potofski ist tot ++

Auch mit Lars von Trier arbeitete Kier zusammen. Drehte mit ihm unter anderem die Filme „Epidemic“, „Melancholia“ oder „Nymphomaniac: Vol. II“.

Ein Deutscher in Hollywood

In den 90er-Jahren war Kier in Blockbustern wie „Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv“, „Armageddon“ oder „Blade“ zu sehen. Zudem hatte er Auftritte in den Musikvideos „Erotica“ und „Deeper and Deeper“ von Weltstar Madonna. 1989 spielte er in „100 Jahre Adolf Hitler – Die letzte Stunde im Führerbunker“ von Regisseur Christoph Schlingensief die Rolle des Adolf Hitler.

Udo Kier war Anfang der 90er-Jahre von Köln nach Kalifornien gezogen, lebte dort in seinem Haus in Palm Springs. Zu seinem Privatleben äußerte sich der Superstar zeitlebens nur selten. 2022 sprach er in einem Interview mit der Zeitschrift „GQ“ über seine Homosexualität, erwähnte dabei auch, dass er seit zwanzig Jahren in einer festen Beziehung lebe. Über die Todesursache ist bislang nichts bekannt.