Nach mehr als einem Jahrzehnt als TV-Erfolg wagt „Bares für Rares“ einen Schritt in eine neue Medienwelt: Das ZDF bringt die Kultshow erstmals live auf die Streamingplattform Twitch. Unter dem Titel „Bares für Rares – Horst jeht op Twitch“ geht heute um 18.30 Uhr eine besondere Ausgabe online, präsentiert von Horst Lichter persönlich. Zuschauer dürfen sich auf Highlights aus der Sendung, nostalgische Momente und interaktive Elemente freuen.
Begleitet wird Lichter von Peter Smits, dem Mitgründer des YouTube-Kanals PietSmiet. Gemeinsam sehen sie sich legendäre Augenblicke aus über 2000 Episoden an, reagieren auf Clips und erzählen Geschichten aus dem Produktionsalltag – eine Mischung aus Rückblick und exklusiven Einblicken in die Arbeit hinter der Kamera.
ZDF wagt erstmals einen „Bares für Rares“-Livestream direkt vom Original-Set
Für den Sender bedeutet das Projekt eine Premiere: Noch nie zuvor wurde ein Twitch-Format direkt aus einem echten TV-Studio heraus produziert. Die Community kann sich aktiv beteiligen – etwa durch Live-Abstimmungen oder Fragen an die Moderatoren. Damit möchte das ZDF eine Brücke zu einem jüngeren Publikum schlagen, ohne den Charakter der Show zu verändern.
+++ „Bares für Rares“ live auf Twitch: Horst Lichter verrät, was jeden Tag hinter den ZDF-Kulissen passiert +++
Doch aller Anfang ist schwer! Bereits nach wenigen Minuten hat der Livestream mit Übertragungsproblemen zu kämpfe. Die Folge: Stockende Bilder, ausbleibender Ton und vor allem unzufriedene Zuschauer. Im Chat des Livestreams und auf X häufen sich binnen kürzester Zeit unzählige Kommentare wie „Wo bleibt der IT-Service?“, „Ihr seid schon seit fünf Minuten offline“ und „Die ganze Zeit nur Störungen“.
IT-Störungen bringen Horst Lichter nicht aus der Ruhe
Horst Lichter nimmt das Ganze mit Humor: „Ich liebe Twitch. Das ist großartig. Ich hatte selten so viel Spaß. Ich weiß gar nicht mehr, wann wir online sind und wann nicht. Außerdem weiß ich schon gar nicht mehr, was ich gesagt habe.“ Da das Problem auch nach mehrmaligem Leitungswechsel nicht gelöst werden konnte, wurde im wahrsten Sinne des Wortes im Hintergrund eine neue Leitung gelegt – in der Hoffnung auf Besserung.
Nachdem sie wieder live auf Sendung sind, tönt Horst Lichter mit einem verschmiztzten Lächeln: „Ihr habt echt was verpasst!“ Doch um seine Zuschauer nicht im Dunkeln tappen zu lassen, klärt er die „Bares für Rares“-Fans noch einmal auf. Es ging um eine Szene in der eine Kandidatin eine Experten-Schätzung in Höhe von rund 35.000 Euro erhielt und ihre Freudentränen nicht länger zurückhalten konnte. Horst Lichter betont: „Genau das ist das was ich so liebe – das sind echte Gefühle. Die Leute weinen nicht aus Trauer, sondern vor Freude. Wo gibt es so etwas heutzutage noch im TV? Was gibt es denn Schöneres als so etwas zu erleben?“
Anschließend fährt der ZDF-Star fort: „Dabei sein zu dürfen ist für mich großartig. Unser Team besteht im Kern aus sieben Mitarbeitern – insgesamt sind wir aber ungefähr 120 Menschen.“ Was man dabei gar nicht beachtet: Eine solch immense Teamgröße bedarf einer Menge Koordination. Horst Lichter erklärt: „Das Experten-Team kommt rund 1,5 Stunden vor den Händlern ans Set. Zudem gibt es getrennte Mittagspausen – die Wege dürfen sich nicht kreuzen, damit bloß keine Informationen ausgetauscht werden können.“ Der Twitch-Stream gibt eingeschweißten „Bares für Rares“-Fans somit auch einen Einblick hinter die Kulissen.
