Am Freitagabend (7. August) ist es so weit! Der VfL Bochum eröffnet die Zweitligasaison zuhause gegen Hertha BSC Berlin. Es ist auch der Auftakt in eine ungewöhnliche Stadion-Zeit.
Seit diesem Sommer wird das Ruhrstadion modernisiert. Die Arbeiten sollen sich über drei Jahre ziehen, während der Spielbetrieb normal stattfindet. Immer wieder müssen in dieser Zeit Sitzplätze und Tribünen gesperrt werden. Das bekommt der VfL Bochum auch finanziell zu spüren.
📌 Das Ruhrstadion Das Ruhrstadion zählt zu den traditionsreichsten Standorten des deutschen Fußballs, da auf dem Gelände bereits seit 1911 Spiele ausgetragen werden. Dank der kompakten Bauweise im englischen Stil ohne Laufbahn sitzen die Zuschauer besonders nah am Spielfeld. Letztmals wurde das Stadion im Rahmen der FIFA-Frauen-WM 2011 modernisiert.
VfL Bochum erwartet drei harte Jahre
Rund 90 Millionen Euro investiert die Stadt Bochum in die Heimspielstädte des VfL. Am Ende der Arbeiten soll das Stadion nicht nur moderner sein, sondern auch über eine Kapazität von rund 28.000 statt bisher 26.000 Zuschauern verfügen. Um unterschiedliche Sperrungen werden Fans nicht herumkommen, dadurch kann die Mannschaft ihre Heimspiele aber weiterhin an der Castroper Straße austragen.
Doch die teilweise reduzierten Zuschauerkontingente werden sich über die Teil bemerkbar machen. „Es werden drei harte Jahre, das steht jetzt schon fest und es soll niemand überrascht sein darüber“, erklärte Geschäftsführer Ilja Kaenzig gegenüber dem Magazin „Tief im Westen“.
Dennoch heiße das Motto des VfL Bochum „Trotzdem“. Kaenzig führt weiter aus: „Wenn die VfL-Familie nicht nur wie gewohnt zusammensteht, sondern noch einen Tick intensiver zusammenrückt, wird uns die Herausforderung der Modernisierung resilienter, stärker, innovativer machen.“
Weniger Einnahmen bei Heimspielen
Konkret rechnet der Geschäftsführer vor, dass durch die Arbeiten in den nächsten drei Jahren mit rund zwei bis drei Millionen Euro Einnahmen weniger zu rechnen sei. Diese müssten an anderer Stelle wieder reingeholt werden. Gleichzeitig werde nach der Modernisierung die Stadionpacht neu berechnet. Auch darauf stelle man sich ein.
Gleichzeitig verweist Kaenzig gegenüber „Tief im Westen“ allerdings auch darauf, dass die Modernisierung des Stadions nicht der Grund dafür sei, dass der VfL Bochum sparen müsse. „Er muss dies, weil er aktuell gerade wieder in der 2. Liga spielt. Es wird Einschnitte geben.“
Vor dem 1. Saisonspiel fiel auch die Entscheidung um den Bochumer Kapitän. Alle Infos liest du dazu hier.
