Am Wochenende endete ein Techno-Event im Schweizer Kanton Aargau in einem Albtraum. Auf dem Gelände des örtlichen Rennvereins fielen plötzlich Schüsse, als die Veranstaltung bereits fast vorüber war. Mehr als 100 Gäste hielten sich zu diesem Zeitpunkt noch auf dem Areal auf.
Rund 24 Stunden nach dem Vorfall nahmen die Ermittler einen 43-jährigen Schweizer fest. Der Mann steht unter dringendem Verdacht, für die Bluttat verantwortlich zu sein. Die Polizei stuft das Verbrechen mittlerweile offiziell als Amoklauf ein.
📌 Was bekannt ist: Zeitpunkt: In der Nacht zu Sonntag (30. August) zwischen 2 Uhr und 3 Uhr sollen mehrere Schüsse gefallen sein. Opfer: Die Polizei in der Schweiz spricht von einem Todesopfer. Sechs weitere Menschen wurden verletzt. Tatort: Ein Techno-Festival auf einer Pferderennbahn in Schachen.
Ermittler schließen weitere Täter aus
Gegenüber den Medien äußerte sich Staatsanwalt Christoph Rüedi eindeutig zu der Täterschaft. „Er hatte keine Mitwisser oder Mittäter“, betonte der Jurist. Zuvor war völlig unklar geblieben, ob möglicherweise mehrere Personen an dem Angriff beteiligt waren.
Deshalb hatten die Behörden zunächst eine groß angelegte Fahndung gestartet. Daran beteiligten sich auch deutsche Einsatzkräfte, da der Tatort nur etwa 25 Kilometer südlich des baden-württembergischen Bad Säckingen liegt. In der Nacht zum Montag stellte sich der Verdächtige schließlich selbst der Polizei und sitzt nun in Untersuchungshaft.
Wahlloses Feuer aus dem Sturmgewehr
Mit dem Auto war der mutmaßliche Schütze zuvor zu dem Festivalgelände gefahren. Dort feuerte er aus einem Sturmgewehr etwa 40 Mal völlig ungezielt in die Menge der verbliebenen Partygäste. An einer anderen Stelle des Areals drückte er zudem mit einer Pistole ab.
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Später entdeckten die Beamten im Wagen des Mannes ein regelrechtes Waffenarsenal. Neben zwei Pistolen stellten sie eine Kalaschnikow sicher. Gegen den 43-Jährigen läuft nun ein umfangreiches Strafverfahren, unter anderem wegen Mordes, vorsätzlicher Tötung und Verstößen gegen das Waffengesetz.
Hintergründe der Tat bleiben unklar
Erste Erkenntnisse deuten bei dem Inhaftierten auf eine psychische Erkrankung hin. Ein konkretes Motiv für den tödlichen Angriff fehlt bislang jedoch völlig. Vorstrafen hat der ehemalige Truppenkoch, der die Armee im Jahr 2013 verließ, laut den Behörden nicht.
Bei dem Kugelhagel verlor eine 22 Jahre alte Italienerin ihr Leben. Sechs weitere Menschen erlitten Verletzungen, darunter eine in der Schweiz lebende Deutsche. Die 24-Jährige berichtete der Zeitung „Blick“ in einem Interview von zwei Streifschüssen, während eine andere Person durch einen Querschläger verwundet wurde.
