Trumps „Tanker für Tanker“-Prinzip fordert erstes Todesopfer bei Hormus

Am Sonntagmorgen (13. September) kam es in der Straße von Hormus zu einem tödlichen Vorfall. Ein iranisches Containerschiff geriet nahe der Insel Hengam unter Beschuss. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna verlor dabei ein Mann sein Leben. Vier weitere Mitglieder der Besatzung erlitten Verletzungen.

Laut den Berichten aus Teheran traf ein „unbekanntes Projektil“ den Frachter. Bereits in der vorangegangenen Nacht meldete die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) eine Attacke auf ein Schiff in dieser Meerenge. Bislang steht allerdings nicht fest, ob beide Meldungen denselben Angriff beschreiben.

📌 Die derzeitige Lage im Iran-Krieg Die militärische Lage im Iran-Krieg spitzt sich im September 2026 dramatisch zu, Die Kampfhandlungen konzentrieren sich dabei vor allem auf die strategisch wichtige Straße von Hormus und den Persischen Golf. Der vor gut sechs Monaten begonnene Krieg zwischen dem Iran auf der einen sowie den USA und Israel auf der anderen Seite ist nach gescheiterten diplomatischen Initiativen im Frühjahr wieder voll entbrannt.

Eskalation in wichtiger Handelsroute

Zuletzt verschärfte sich der Streit zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran um die wichtige Wasserstraße massiv. Teheran blockiert den Schiffsverkehr in der Region weiterhin weitreichend durch Drohungen und gezielte Attacken. Für den Export von Öl, Flüssiggas und Dünger aus den Golfstaaten stellt die Route eine zentrale Passage dar. Entsprechend spürt die gesamte Weltwirtschaft die massiven Auswirkungen dieser Blockade.

Inzwischen nimmt das US-Militär auch zivile Schiffe des Irans ins Visier. Als Reaktion auf iranische Raketenangriffe gegen Handelsschiffe rief US-Präsident Donald Trump eine neue Doktrin aus. Er ordnete das Prinzip „Tanker für Tanker“ an.

Druck vor den Wahlen wächst

Innenpolitisch gerät der amerikanische Präsident zunehmend in Bedrängnis. Die anhaltende Blockade und die kletternden Preise in den USA belasten ihn vor den anstehenden Parlamentswahlen im November schwer.

Mittlerweile bildet die Straße von Hormus den absoluten Kernpunkt im Konflikt mit dem Iran. In der Vergangenheit konnten Schiffe diese Meerenge noch völlig ungehindert passieren.