US-Aldi ruft Deutsche Woche aus – bei diesen Produkten fallen die Kunden aus allen Wolken

Deutsches Essen ist in den USA durchaus bekannt – doch wie viel davon würden Deutsche selbst tatsächlich als typisch deutsch bezeichnen? Genau dieser Frage geht ein Instagram-Video von Susanne Lagace nach, einer Deutschen, die heute in Florida lebt. Darin kommentiert sie verschiedene Produkte, die als deutsche Spezialitäten oder als typisch deutsch in den Aldi-Aktionswochen vermarktet werden.

Dabei zeigt sich schnell: Bei einigen Produkten ist sie sofort sicher, andere erkennt sie überhaupt nicht wieder. Besonders interessant wird es dort, wo Produkte mit einem deutschen Namen oder dem Hinweis auf deutsche Tradition verkauft werden, die für sie in Deutschland eher unbekannt sind.

📌 Aldi in den USA Start in den USA: 1976 eröffnete Aldi seine erste US-Filiale in Iowa. Starkes Wachstum: In den 1990er-Jahren eröffnete Aldi rund 300 neue US-Filialen. In den späten 2000er-Jahren kamen mehr als 340 weitere hinzu. Übernahme im Südosten: 2024 schloss Aldi die Übernahme von Winn-Dixie und Harveys Supermarket ab. Die Transaktion umfasste rund 400 Filialen und stärkte die Präsenz des Unternehmens vor allem in Florida, Alabama, Georgia, Louisiana und Mississippi. Expansion 2025: Aldi plante für 2025 mehr als 225 neue Filialen – so viele wie noch nie zuvor in einem Jahr in der US-Geschichte des Unternehmens. 40 Bundesstaaten: 2026 eröffnete Aldi seine erste Filiale in Maine und war damit in 40 US-Bundesstaaten vertreten.

Was eine Deutsche aus Florida über deutsches Essen denkt

Susanne Lagace nimmt in dem Video verschiedene Produkte unter die Lupe. Auch beim „Chocolate Cream Cake“ kann sie wenig mit dem Produkt anfangen. Viele der Lebensmittel sind der Deutschen einfach unbekannt. Bei den Heringsfilets in Tomatensauce fällt ihre Reaktion dagegen eindeutig aus: „Damit könnt ihr mich jagen.“

Besonders überrascht ist sie von den „Oktoberfest Mandeln“. Sie fragt sich, was genau das sein soll und erzählt, dass sie selbst noch nie auf einem Oktoberfest war. Auch geschmacklich kann sie sich darunter zunächst nichts vorstellen: „Gibt es das wirklich in Deutschland?“

Der Bayern-Effekt

Für viele Amerikaner ist Deutschland kulinarisch stark mit Bayern verbunden. Einen historischen Hintergrund dafür bilden, laut der „Business History Conference“, die Erfahrungen amerikanischer Soldaten im Nachkriegsdeutschland. Bayern lag in der amerikanischen Besatzungszone und US-Soldaten kamen dort mit bayerischer Bier- und Wirtshauskultur sowie Volksfesten in Kontakt. Besonders die Oktoberfest- und Festkultur wurde zu einem wichtigen Teil dieses deutsch-amerikanischen Austauschs.

Diese Eindrücke trugen dazu bei, dass sich in den USA ein Bild von deutscher Kultur etablierte, das stark von Bayern geprägt ist. Bier, Brezeln, Würste und Oktoberfest gehören deshalb für viele Amerikaner zum typischen Bild von Deutschland – obwohl die deutsche Küche regional deutlich vielfältiger ist.