Klopp macht ernst mit dem Umbruch – jetzt klopfen die nächsten DFB-Talente an

Mit einem gewaltigen Aufgebot sorgt Jürgen Klopp für ordentlich Bewegung. Der Bundestrainer hat die Tür zur A-Nationalmannschaft weit aufgestoßen. Er betonte, dass er „auch noch die halbe U21 mitnehmen können“ hätte, da sich dort „auch viele großartige Jungs dabei“ befänden.

Einige Nachwuchskräfte haben den Sprung bereits geschafft. Viele weitere Talente stehen derweil in den Startlöchern und wittern in diesem erweiterten Kreis ihre Chance.

📌 Deutschlands aktueller U21-Kader 23 Spieler: Trainer Antonio Di Salvo hat 3 Torhüter, 7 Verteidiger, 10 Mittelfeldspieler und 3 Stürmer nominiert. Sieben Neulinge: Erstmals dabei sind Frank Feller, Noahkai Banks, Laurin Ulrich, Francis Onyeka, Wael Mohya, Paris Brunner und Louey Ben Farhat. Prominente Namen: Unter anderem stehen Tom Bischof, Arijon Ibrahimović, Mert Kömür, Noah Darvich, Nicolò Tresoldi und Paris Brunner im Aufgebot. EM-Quali-Endspurt: Nach dem 4:0 in Lettland folgen noch die Spiele in Malta und gegen Georgien.

Ein Traum rückt näher

Bei den U21-Spielern sorgt diese Entwicklung für enorme Motivation. „Auf jeden Fall ist das der Traum jedes U-Spielers, irgendwann in der A-Nationalmannschaft anzukommen. Auch meiner“, erklärte der Elversberger Noah Darvich.

Paris Brunner traf in Lettland doppelt und gilt laut Klopp als „Riesentalent seit Jahren“. Dzenan Pejcinovic führte bereits ein „gutes Gespräch“ mit dem Chefcoach, während der DFB um Nicoló Tresoldi wirbt.

Aderlass für den Trainer

U21-Coach Antonio Di Salvo spürt die direkten Auswirkungen. Acht Akteure, darunter Aleksandar Pavlovic, Tom Bischof und der verletzte Brajan Gruda, stehen in einem der beiden A-Kader.

Dennoch nimmt der 47-Jährige die Situation gelassen hin. Er trage den Plan „bedingungslos mit“. „Ein Umschwung kann auch dadurch betrieben werden, dass er sich sehr, sehr viele Spieler anschaut. Ich finde die Idee gut“, betonte Di Salvo.

Qualifikation als Bühne

Auf dem Weg zur Europameisterschaft im kommenden Sommer in Albanien und Serbien warten lösbare Pflichtspiele. Am Mittwochabend trifft die Mannschaft auf Malta, den punktlosen Tabellenletzten der Qualifikationsgruppe F.

Zum Abschluss wartet am 6. Oktober in Bielefeld das Duell gegen Georgien. Auf der Mittelmeer-Insel bereitet sich das Team derzeit vor. Es sei „schön, dass da eine Chance ist, und deswegen versuchen, wir Gas zu geben“, fasste Darvich zusammen.

Bestätigung für das Scouting

Für den U21-Trainer stellt die Entwicklung eine Bestätigung dar. Er freue sich „unheimlich für die Jungs“, „aber auch für uns, weil wir dann offensichtlich auf die richtigen Leute gesetzt haben im Scouting“.

Zwar müsse er nun mehr experimentieren, doch der Kader sei weiterhin richtig gut. „Und ich freue mich auch immer, neue Gesichter kennenzulernen“, schloss Di Salvo ab. An Bewerbern mangelt es nicht.