79 Euro – das klingt für viele Deutsche nach ganz schön viel für einen Wocheneinkauf. Für Amerikaner ist dieser Preis jedoch ein wahres Schnäppchen. Während hierzulande vor allem frisches Obst und Gemüse durch Discountpreise erschwinglich bleiben, kosten sie in den USA deutlich mehr.
Doch nicht nur der Preis überrascht die in Deutschland lebende US-Amerikanerin Gabby Foy, die ihren Edeka-Einkauf in einem Instagram-Video präsentiert. Vor allem der Nutri-Score macht sie baff.
📌 Einkaufen in den USA – DAS ist anders Die Steuer kommt an der Kasse dazu. Preisschilder zeigen den Preis ohne Sales Tax. Der Satz hängt vom Bundesstaat und teils vom Ort ab. Grundnahrungsmittel sind in vielen Staaten ausgenommen, in anderen nicht. Es gelten andere Maßeinheiten. Milch wird in Gallonen verkauft (3,785 Liter), Fleisch, Käse und Brot nach Pfund (ca. 454 g). Eine Gallone Milch kostete im August 2026 im Schnitt 4,23, also rund 1,12 pro Liter. Große Packungen und Großmärkte sind üblich. Ketten wie Costco oder Sam’s Club verkaufen riesige Mengen zu günstigen Stückpreisen. Dafür brauchst Du eine kostenpflichtige Mitgliedschaft. Rabatte gibt es oft nur mit Kundenkarte. Viele Supermärkte zeigen zwei Preise, einen für Karteninhaber und einen höheren für alle anderen. Dazu kommen Coupons, die viele Amerikaner per App einlösen. Eier stehen gekühlt im Regal. In den USA werden sie vor dem Verkauf gewaschen und müssen deshalb gekühlt werden. In Deutschland liegen sie meist ungekühlt im Regal. Die Preise sind zuletzt stark gefallen, im Vorjahresvergleich um etwa 37 %.
Edeka-Einkauf haut US-Amerikanerin um
Als die Mutter von zwei Kindern ihren Edeka-Einkauf in die Kamera zeigt wird sie beim Anblick der Dino-Nuggets, die sie für ihre Kinder gekauft hat stutzig. „Wir haben viele verschieden Marken davon gefunden. Und all diese Dino-Nuggets haben wirklich gute Nuti-Scores, was mich als Amerikanerin wirklich umhaut“, meint Gabby. Wenn du in den USA gefrorene Nuggets kaufst, sind die wahrscheinlich nicht mal mehr auf dieser Skala zu finden“, scherzt sie. Die erwähnten Chicken-Nuggets haben einen Nutri-Score von „B“.
Dabei hat sie offenbar eines nicht beachtet: Der Nutri-Score zeigt nämlich nicht an, ob ein Produkt per se gesund ist oder gute Inhaltsstoffe hat. Stattdessen sollen nur Produkte derselben Kategorie miteinander verglichen werden. Die Bewertung hilft also vor allem bei der Frage, welche von mehreren ähnlichen Produkten die bessere Wahl ist. Im Falle der Chicken Nuggets bedeutet das: Das „B“ sagt nur, dass sie im Vergleich zu anderen Fertigprodukten dieser Art gut abschneiden. Es heißt nicht, dass sie ein gesundes Lebensmittel ersetzen können.
Amerikanerin schockiert über Preis: „Absolut verrückt“
Das fällt auch Gabbys Followern auf. „Der Nutri-Score vergleicht doch aber nur gleiche Produkte, oder? Also Nuggets von einer Marke mit Nuggets von einer anderen Marke. Er sagt also nicht, dass Nuggets gesund sind“, kommentiert eine Userin. Andere können vor allem die Brot-Wahl der Amerikanerin nicht fassen. „Du lebst in Deutschland und kaufst noch immer Toastbrot? Ein frisches Sauerteigbrot ist ein Muss!“
Maggy nimmt die Tipps dankbar an. Wirklich entscheidend scheint für sie aber der Preis. „Die Lebensmittelpreise sind gerade ein heiß diskutiertes Thema in Deutschland“, gibt sie am Ende des Videos zu. „Aber der Gedanke daran, all diese Lebensmittel für eine Familie von vier für eine ganze Woche in den USA für 75 Dollar bekommen zu können, ist absolut verrückt“, erklärt sie. Vor allem der Fakt, dass sie bei Edeka im „teuersten Supermarkt“ so wenig gezahlt hat, überrascht viele in der Kommentarspalte.
Aldi expandiert stark in den USA. Das bringt vielen Kunden dort das weithin unbekannte Discounter-System näher.
