US-Auswanderin zurück in Deutschland – beim Klopapier im Supermarkt ist sie sprachlos

2022 sind Viven und ihr Mann nach Alabama ausgewandert. Dort haben sich die beiden ein neues Leben und ein neues Umfeld aufgebaut. Doch nach fast fünf Jahren ging es zurück nach Deutschland.

Seit etwa zwei Wochen sind die beiden nun zurück. Aus Amerika wird Vivien wohl eines überhaupt nicht vermissen: die teuren Supermarktpreise. Beim Einkauf in ihrem Heimatland ist sie sichtlich sprachlos.

📌 So steigen die Preise in Deutschland Die Inflation war 2022 und 2023 besonders hoch und stieg 2026 wieder. Die Jahresrate lag 2022 bei 6,9 % und 2023 bei 5,9 %. 2024 und 2025 sank sie auf jeweils 2,2 % (Destatis-Meldung über eu-schwerbehinderung.eu). Im März 2026 sprang sie von 1,9 % auf 2,7 % (Heidesand/AgE). Lebensmittel sind seit 2020 deutlich teurer geworden, zuletzt aber kaum noch. Von Januar 2020 bis Juni 2025 stiegen sie um 36,3 %, die Verbraucherpreise insgesamt nur um rund 22 % (preis-king.com, Auswertung von Destatis-Daten). Anfang 2026 schwächte sich der Anstieg ab: im Januar +2,1 %, im Februar +1,1 %, im März +0,9 % (Heidesand/AgE). Die Energiekrise 2026 treibt die Preise wieder. Seit dem Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran Ende Februar 2026 ist die Straße von Hormus gesperrt. Der Ölpreis lag im März bei rund 103 Dollar pro Barrel (Statista). Energie war im März 7,2 % teurer als im Vorjahr, der erste Anstieg seit Dezember 2023 (Heidesand/AgE). Gas kostete im 1. Halbjahr 2026 11,58 Cent pro kWh und war damit 80,7 % teurer als im 1. Halbjahr 2021. Strom kostete 37,97 Cent pro kWh (Destatis).

Auswanderin zurück in Deutschland: Supermarktpreise schockieren sie

„Eine Sache, die mich einfach richtig doll begeistert und warum es auch cool ist, wieder in Deutschland zu sein, ist Klopapier für drei Euro zu bekommen“, beschreibt die US-Auswanderin in einem Video auf ihrem Instagram-Account. Selbst die große Packung koste 4,85 Euro. „In Amerika haben wir dafür 17 bis 20 Dollar bezahlt“, meint Viven.

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Auch andere Lebensmittel haben ganz schön zu Buche geschlagen. „Das große Glas Nutella hat bei uns einfach 15 Dollar gekostet.“ In Deutschland kostet das gleich 5 Euro. „Ich weiß, dass hier gerade alle darüber meckern, dass in Deutschland alles teurer wird, aber für uns ist das hier gerade voll das Paradies“, gibt sie zu.

Die hohen Preise in den USA haben mehrere Gründe. Seit der Pandemie sind Transport und Rohstoffe teurer geworden, und das spürt man bis heute. Dazu kommen Zölle, also Steuern auf Importe. Firmen geben sie meist an die Kunden weiter, wie „The Independent“ berichtet. Laut „ETIAS“ sind Preise in den USA um etwa ein Viertel bis ein Drittel teurer als in Deutschland.

Verdienen Menschen in den USA wirklich mehr?

Ihre Follower geben Viven recht. „Wir sind auch gerade aus Kalifornien wieder in Deutschland gelandet. Auch wenn es nicht mehr so günstig ist wie vor 15 Jahren, ist es immer noch 50%+ günstiger als im California Dream“, schreibt eine Nutzerin. „Man verdient in den USA aber auch mehr, das vergisst man gerne“, fügt eine weitere hinzu.

Tatsächlich verdienen Menschen in den USA im Schnitt wirklich mehr. Das Netto-Gehalt liegt laut „Western Union“ bei etwa 4.320 Dollar im Monat, in Deutschland bei etwa 3.504 Dollar. Dafür sind Wohnen und andere Kosten dort höher. Am Ende bleibt deshalb nicht unbedingt mehr Geld übrig.

Eine US-Amerikanerin zeigt ihren Edeka-Einkauf für 79 Euro und ist begeistert. Etwas hat sie aber nicht beachtet.