Wie viel Geld fallen für einen kleinen Wocheneinkauf bei Aldi an? Ich habe bei Aldi in Berlin neun Lebensmittel unter die Lupe genommen. Besonders bei Nudeln, Milch und Gemüse fallen die Preise auf. Doch die Rechnung hat einen Haken.
Der Einkaufswagen muss nicht voll sein, damit an der Kasse einiges zusammenkommt. Gerade wer allein lebt, kennt die Herausforderung: Es soll genug für mehrere Tage im Haus sein, aber möglichst wenig verderben. Ich wollte wissen, wie teuer ein überschaubarer vegetarischer Wocheneinkauf bei Aldi ausfällt. Dafür habe ich in einer Berliner Filiale die Preise für neun ausgewählte Lebensmittel recherchiert.
📌 Lebensmittel clever lagern: 4 Tipps Bananen getrennt aufbewahren: Reife Bananen geben Ethylen ab, das den Reifeprozess mancher Obst- und Gemüsesorten beschleunigen kann. Am besten lagern sie getrennt von empfindlichen Lebensmitteln. Karotten länger knackig halten: Das Grün sollte entfernt werden, da es den Wurzeln Feuchtigkeit entzieht. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleiben Karotten länger frisch. Milch richtig einräumen: Milch hält sich im Kühlschrank am besten bei gleichmäßig niedriger Temperatur. Die Tür ist wegen der Temperaturschwankungen weniger geeignet als ein Fach im Innenraum. Nudeln auf Vorrat kaufen: Trockene Nudeln sind bei kühler, trockener und lichtgeschützter Lagerung lange haltbar. Ein Vorrat kann helfen, spontane und möglicherweise teurere Einkäufe zu vermeiden.
Penne für 69 Cent, Milch für 95 Cent: Hier ist Aldi echt günstig
Besonders günstig fallen bei meinem Preischeck die Grundnahrungsmittel aus. Eine Packung Penne der Aldi-Marke Cucina kostet gerade einmal 69 Cent. Für einen Liter Milsani-Milch mit 3,5 Prozent Fett habe ich 95 Cent notiert.
Beim Gemüse fallen hingegen die vergleichsweise großen Packungen und ihre Preise auf: Zwei Kilogramm Karotten kosten 1,69 Euro. Für 2,5 Kilogramm regionale Kartoffeln werden 2,49 Euro fällig. Die 650-Gramm-Schale Rispentomaten liegt bei 2,19 Euro. Dazu kommen Bio-Bananen für 1,99 Euro.
Die gewollten zehn Eier aus Freilandhaltung kosten 2,99 Euro. Für eine 200-Gramm-Packung Milsani Emmentaler habe ich 2,29 Euro aufgeschrieben. Der My-Vay-Tofu kostet 2,29 Euro – bei meiner geplanten Einkaufsmenge von 400 Gramm muss ich allerdings zwei Packungen einkalkulieren. Das macht also 4,58 Euro.
Was landet am Ende auf dem Kassenzettel?
Für meinen beispielhaften Einkauf hatte ich zwei Kilogramm Kartoffeln, ein Kilogramm Bananen, 500 Gramm Tomaten und ein Kilogramm Karotten vorgesehen. Dazu kommen ein Liter Milch, zehn Eier, 300 Gramm Käse, 400 Gramm Tofu und 500 Gramm Nudeln.
Addiere ich die Preise für jeweils eine Packung der neun Produkte, komme ich auf 17,57 Euro. Damit ist der Einkauf allerdings noch nicht vollständig berechnet: Für die geplanten 300 Gramm Emmentaler reichen 200 Gramm nicht aus. Ich muss also zwei Packungen kaufen und zahle für insgesamt 400 Gramm Käse 4,58 Euro.
Auch beim Tofu brauche ich zwei 200-Gramm-Packungen – das kostet zusammen 4,58 Euro. Die Kartoffeln und Tomaten enthalten dagegen mehr als ursprünglich geplant: 2,5 Kilogramm Kartoffeln statt zwei Kilogramm und 650 Gramm Tomaten statt 500 Gramm. Hier komme ich damit auf 19,86 Euro.
Der günstigste Preis ist nicht immer die beste Wahl
Mein Einkauf zeigt, warum sich der Blick auf die Packungsgröße lohnt. Bei den Kartoffeln bekomme ich mehr, als ich eigentlich benötige. Beim Käse muss ich dagegen eine größere Gesamtmenge kaufen, um meinen Bedarf zu decken. Das kann für eine alleinlebende Person praktisch sein, wenn sich die Lebensmittel gut auf mehrere Mahlzeiten verteilen lassen. Es kann aber auch bedeuten, dass etwas übrig bleibt.
Für die ausgewählten Lebensmittel komme ich bei Aldi am Ende auf rund 19,86 Euro. Das ist ein Rechenbeispiel für Kunden, aber keine allgemeingültige Rechnung für ihren Wocheneinkauf. Wie viel eine Person tatsächlich ausgibt, hängt am Ende von ihren Essgewohnheiten, ihrem Vorrat zu Hause und den Preisen vor Ort ab.
Der Preischeck fand am 7. Oktober 2026 in Berlin statt.
