Der Formel 1 droht ein Saisonfinale, wie es sich wohl niemand wünscht. Ausgerechnet die Krönung des neuen Weltmeisters könnte 2026 zum gewaltigen Problem werden. Im schlimmsten Fall fällt die Entscheidung sogar abseits der Rennstrecke.
Der Grund ist die weiterhin angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten. Noch immer steht hinter den geplanten Formel-1-Rennen in Katar und Abu Dhabi ein Fragezeichen. Beide Grands Prix sollen die Saison abschließen. Doch eine kurzfristige Absage lässt sich nicht ausschließen.
📌 Fakten zur Formel 1 Gründung: Die Formel 1 wurde 1950 als Weltmeisterschaft ins Leben gerufen. Das erste Rennen fand am 13. Mai in Silverstone statt. Rekordweltmeister: Michael Schumacher und Lewis Hamilton halten mit jeweils sieben WM-Titeln den Rekord in der Formel 1. Erfolgreichster Rennstall: Ferrari ist mit 16 Konstrukteurs-Weltmeisterschaften das erfolgreichste Team der Formel-1-Geschichte. Höchstgeschwindigkeit: Formel-1-Autos erreichen auf langen Geraden Geschwindigkeiten von über 350 km/h.
Formel 1: Antonelli droht Couch-Titel
Besonders brisant ist die Situation wegen Kimi Antonelli. Der Mercedes-Pilot führt die Weltmeisterschaft derzeit mit 102 Punkten Vorsprung an. Sollte er nach dem Rennen in Austin mindestens 125 Zähler vorne liegen, wäre der Titel bereits sicher.
Anders sieht es bei einem Vorsprung zwischen 100 und 124 Punkten aus. Streicht die Formel 1 anschließend mindestens ein Rennen ersatzlos, könnte Antonelli automatisch Weltmeister werden. Eine Siegerehrung auf der Strecke gäbe es in diesem Moment nicht.
Um dieses Szenario sicher zu verhindern, müsste die Formel 1 schon vor Austin über mögliche Absagen entscheiden. Danach sieht es momentan allerdings nicht aus. Die Verantwortlichen hoffen deshalb, dass Antonelli den Titel möglichst frühzeitig perfekt macht.
Rennabsagen bleiben möglich
Zusätzliche Unsicherheit bringen die politischen Entwicklungen im Nahen Osten. Auch die Lage in Saudi-Arabien hat sich verschärft. Die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen reklamierten mehrere Raketenangriffe für sich. Einige Fluggesellschaften setzten daraufhin Verbindungen nach Riad aus. Die Formel 1 hält bislang an ihren Plänen fest. Das Rennen in Katar ist für den 29. November vorgesehen. Eine Woche später soll Abu Dhabi das Saisonfinale ausrichten. Ob beide Veranstaltungen tatsächlich stattfinden können, bleibt jedoch ungewiss.
Als mögliche Alternative steht weiterhin Imola bereit. Dort könnte am 6. Dezember das letzte Saisonrennen stattfinden. Antonelli würde dann möglicherweise bereits als Weltmeister vor seinem italienischen Heimpublikum antreten.
Auch die MotoGP spielt bei den Überlegungen eine Rolle. Beide Rennserien gehören zu Liberty Media. Sollte die Motorrad-WM ihren geplanten Katar-Auftritt absagen, könnte das auch für die Formel 1 ein wichtiges Signal sein.
