Unfassbar, was abseits der Rennstrecke passiert! Die Formel 1 wird von einem heftigen Hass-Eklat erschüttert. Alpine-Pilot Pierre Gasly wurde im Internet massiv angefeindet. Besonders erschreckend: Der Franzose soll sogar 13.000 Morddrohungen erhalten haben. Nun schaltet sich FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem ein.
Der Boss des Automobil-Weltverbandes will solche Entgleisungen nicht länger hinnehmen. Gegen die Verantwortlichen kündigt er drastische Maßnahmen an. Selbst Sperren stehen im Raum. Damit könnte die Formel 1 künftig deutlich härter gegen Hass und Hetze vorgehen.
📌 Fakten zur Formel 1 Gründung: Die erste offizielle Formel-1-Weltmeisterschaft fand 1950 statt. Das erste Rennen wurde am 13. Mai in Silverstone (Großbritannien) ausgetragen. Rekordweltmeister: Michael Schumacher und Lewis Hamilton halten mit jeweils sieben WM-Titeln den Rekord in der Formel 1. Erfolgreichstes Team: Ferrari ist mit 16 Konstrukteurs-Weltmeisterschaften der erfolgreichste Rennstall der Formel-1-Geschichte.
Formel 1: Gasly wird massiv bedroht
Auslöser war eine Szene beim Großen Preis von Madrid im September. Gasly hatte seinem Alpine-Teamkollegen Franco Colapinto während des Rennens im Weg gestanden. Daraufhin entlud sich die Wut zahlreicher argentinischer Fans im Internet.
Nicht nur Gasly geriet ins Visier. Auch seine Freundin und seine Familie wurden angefeindet. Alpine-Boss Flavio Briatore drohte daraufhin, Colapinto den Kontakt zu argentinischen TV-Journalisten zu untersagen. Der Fahrer selbst wandte sich mit einem Video an seine Anhänger.
Für Ben Sulayem ist eine Grenze überschritten. „Wir laufen Gefahr, den Sport durch Online-Hass zu verlieren, und genau hier brauchen wir euch“, warnte der FIA-Präsident im Gespräch mit „thedrive.com“.
FIA-Präsident kündigt Konsequenzen an
Die Formel 1 müsse gemeinsam gegen solche Angriffe vorgehen. Mit der Initiative „United Against Online Abuse“ will die FIA Hass im Internet bekämpfen. Dabei soll auch künstliche Intelligenz helfen, die Täter zu identifizieren. Doch Ben Sulayem nimmt nicht nur die Fans in die Pflicht. Auch Fahrer, Teams und Medien müssten Verantwortung übernehmen. Gerade die Piloten könnten ihre Anhänger auffordern, solche Angriffe zu unterlassen.
Der FIA-Boss macht deutlich, dass die Formel 1 künftig härter durchgreifen könnte. Zuschauer, die Hass verbreiten, sollen gesperrt werden. Auch gegen Medienvertreter seien entsprechende Maßnahmen möglich.
Besonders große Hoffnungen setzt Ben Sulayem auf künstliche Intelligenz. Sie soll dabei helfen, bislang anonyme Täter aufzuspüren. Der FIA-Präsident ist überzeugt, dass bereits die Enttarnung einzelner Verantwortlicher eine abschreckende Wirkung haben könnte.
