Hamilton-Vulkan bricht aus: Fahrer-Zoff eskaliert bei Ferrari – Konsequenzen unausweichlich

Bei Ferrari liegen die Nerven blank! Lewis Hamilton hat nach dem Großen Preis von Mexiko-Stadt mächtig gegen seinen Teamkollegen Charles Leclerc ausgeteilt. Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister ist stinksauer und fordert Konsequenzen. Auch Teamchef Fred Vasseur findet deutliche Worte.

Der Grund für den Zoff: Hamilton macht Leclerc für den verpassten Ferrari-Sieg verantwortlich. Nach einem knallharten Duell in der ersten Runde gewann am Ende Max Verstappen im Red Bull. Hamilton wurde Zweiter, Leclerc landete auf Platz vier. „Ich glaube, es ist eine Frage der Mentalität“, wetterte der Brite gegen seinen Teamkollegen.

📌 Fakten WM-Titel: Lewis Hamilton ist mit sieben Weltmeisterschaften gemeinsam mit Michael Schumacher Rekordchampion der Formel 1. Ferrari: Seit der Saison 2025 fährt der Brite für die Scuderia, zuvor war er zwölf Jahre bei Mercedes. Pole-Positions: Mit 105 Bestzeiten im Qualifying hält Hamilton den Formel-1-Rekord. Teamkollege: Charles Leclerc fährt seit 2019 für Ferrari.

Formel 1: Ferrari-Duell kostet möglichen Doppelsieg

Dabei hatte für Hamilton alles nach einem perfekten Rennwochenende ausgesehen. Der 41-Jährige sicherte sich in Mexiko die Pole-Position und verteidigte zunächst die Führung. Doch dann wurde es turbulent: Leclerc attackierte seinen Teamkollegen und kürzte nach einem Duell in Kurve vier über das Gras ab.

Der Monegasse kehrte vor Hamilton auf die Strecke zurück. Gleichzeitig nutzte Verstappen die Gelegenheit und schob sich zwischen die beiden Ferrari-Piloten. Obwohl Leclerc für sein Manöver eine Fünf-Sekunden-Strafe kassierte, war Hamilton nicht mehr zu beruhigen. Mehrfach beschwerte er sich über den Funk.

„Wir hätten locker einen Doppelsieg einfahren können. Das Tempo dafür hatten wir“, ärgerte sich der Rekordweltmeister nach dem Rennen. Besonders bitter: Hamilton kam am Ende weniger als eine Sekunde hinter Verstappen ins Ziel. Aus seiner Sicht hatte Ferrari den Sieg leichtfertig verschenkt.

Hamilton schießt gegen Leclerc – „Mentalität“

Nach dem Rennen wurde Hamilton noch deutlicher. Er warf Leclerc vor, die eigenen Interessen über den Erfolg des Teams gestellt zu haben. „Wenn dein Teamkollege gegen dich arbeitet und du dann Positionen verlierst, ist das definitiv hart“, schimpfte er.

Der Brite kritisierte außerdem die Einstellung seines Kollegen. Für ihn dürfe es bei Ferrari nicht darum gehen, um jeden Preis den teaminternen Zweikampf zu gewinnen. „Ich hoffe, dass wir in Zukunft auf ein besseres Arbeitsumfeld hinarbeiten werden“, erklärte Hamilton.

Seine Forderung ist unmissverständlich: „Es muss sich auf jeden Fall etwas ändern.“ Hamilton kündigte ein ernstes Gespräch hinter verschlossenen Türen an. Klare Regeln für die Zweikämpfe zwischen den Ferrari-Fahrern gebe es bislang nicht.

Leclerc kontert – auch Ferrari-Boss ist sauer

Leclerc wollte die Vorwürfe allerdings nicht einfach auf sich sitzen lassen. Er räumte ein, dass seine Zeitstrafe gerechtfertigt gewesen sei. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass auch Hamilton bei ihrem Duell die Strecke verlassen hatte.

„Ich könnte mich natürlich auch darüber ärgern, wie sehr er mich in Kurve eins von der Strecke gedrängt hat“, entgegnete Leclerc. Für ihn gehören solche Manöver zum Rennsport. Gerade wenn es um einen Sieg gehe, werde hart gekämpft.

Teamchef Fred Vasseur konnte dem Streit wenig abgewinnen. Er zeigte sich angesichts der vergebenen Siegchance massiv enttäuscht. „Es ist sehr frustrierend für die 2.000 Menschen, die an diesem Projekt arbeiten“, erklärte der Franzose. Von seinen Fahrern erwarte er Respekt gegenüber dem Team und dessen Mitarbeitern.

Schon am kommenden Wochenende steht in São Paulo das nächste Formel-1-Rennen an. Bis dahin muss Ferrari den Streit zwischen seinen beiden Stars aufarbeiten. Die Scuderia hat wieder ein Auto, das um Siege kämpfen kann. Doch ausgerechnet die eigenen Fahrer sind sich dabei in die Quere gekommen.