Berlin, die Stadt der Dauerprojekte und Geduldsproben. Im Ortsteil Schmargendorf sorgt eine Großbaustelle seit Monaten für Ärger. Rund um die Salzbrunner Straße, Caspar-Theyß-Straße und den Bismarckplatz steht alles still, obwohl die Arbeiten längst fertig sein sollten.
Ursprünglich wollte die Berliner Energie und Wärme GmbH (BEW) bis Ende des Jahres eine neue Fernwärmeleitung verlegen. Doch ein Fund gefährlicher PAK-Schadstoffe (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) im Asphalt bremst den Fortschritt seit Mai komplett aus.
Wegen Gesundheitsrisiken: Baustelle in Berlin-Schmargendorf gestoppt
„Es handelt sich um im Asphalt gebundene Schadstoffe, sogenannte PAK – polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe“, erklärt BEW-Sprecher Jannes Schwentu gegenüber der „BZ„. „Diese Stoffe stellen ein potenzielles Gesundheitsrisiko für diejenigen dar, die auf der Baustelle arbeiten und dort den Asphalt aufbrechen.“ Gesundheitliche Risiken für die Anwohner sollen jedoch laut Experten aber ausgeschlossen sein.
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Für die Bewohner ist der Baustopp trotzdem eine Plage. Parkplätze und Anfahrtsmöglichkeiten fallen der Dauerbaustelle zum Opfer. Auch die umliegenden Betriebe haben zu kämpfen. „Kein Taxi kann vor unserem Sanitätshaus halten. Die verlegte Bushaltestelle macht es noch schlimmer – wirtschaftlich ist das eine Katastrophe“, schildert Karsten C. (46), Orthopädie-Schuhmacher. Das kürzlich eröffnete Café gegenüber kämpft bereits ums Überleben.
Ende der Dauerbaustelle in Sicht
Nun scheint es allerdings eine Lösung zu geben. Laut BEW sollen die Arbeiten am Asphalt Ende Oktober wieder aufgenommen werden. Besonders die Ecke Salzbrunner Straße/Paulsborner Straße steht dabei im Fokus, erklärt Schwentu.
Die Entsorgung des belasteten Asphalts übernimmt die BEW. „Die fachgerechte Entsorgung tragen wir auf eigene Kosten“, betont Schwentu gegenüber dem bekannten Berliner Boulevardblatt.
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