Berlin erhöht Gebühren! Tierhalter müssen jetzt richtig blechen

Berlin hebt die Gebühren für Fundtiere deutlich an. Grund sind stark gestiegene Kosten für Transport, Unterbringung und Pflege in der amtlichen Tiersammelstelle.

Innensenatorin Iris Spranger (SPD) reagiert damit auf eine Preisentwicklung, die sich in den vergangenen zehn Jahren verzehnfacht hat.

Wer sein Tier verliert muss tief in die Taschen greifen

Für alle Berliner Bezirke übernimmt Lichtenberg den amtlichen Tierfang sowie die Verwahrung von gefundenen oder sichergestellten Haustieren.

Seit 2002 waren die Gebühren unverändert geblieben – nun werden sie laut „BZ“ an den tatsächlichen Aufwand angepasst. Maßgeblich sind dabei gestiegene Ausgaben für Futter, Pflegepersonal und größere Gehege.

Das sind die neuen Gebühren:

Zusätzlich fallen 20 Euro für die Aufnahme und 20 Euro für die Entlassung eines Tieres an. Tierarztkosten und Impfungen werden separat berechnet.

Ein großes Problem bleibt die Identifizierung der Tierhalter. Eigentlich müssten Haustiere wie Hunde oder Freigängerkatzen gechippt sein. In der Realität ist das jedoch nur bei etwa jedem vierten eingelieferten Tier der Fall. Dadurch verringern sich die Chancen, dass ein Tier zu seinem Besitzer zurückkehren kann.

Zahlen müssen die neuen Gebühren die früheren Halter, wenn sie ihr Tier wieder abholen. Geschieht das nicht, übernimmt das Land Berlin die Kosten. Die Sammelstelle befindet sich auf dem Gelände des Tierheims in Marzahn.

Der aktuelle Vertrag läuft zum Jahresende aus. „Wir hoffen künftig auf ein deutlich höheres Budget. Bei uns sind 70 Prozent Behördentiere“, sagt Vorstandschefin Evi Rönspieß.

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