BVG-U-Bahnhof bleibt weiter Baustelle! „Unerwartete statische Probleme“

Seit fast vier Jahren wird der U-Bahnhof Ullsteinstraße von den Berliner Verkehrsbetrieben saniert. Eigentlich sollte das Projekt Ende 2024 abgeschlossen sein, doch dieser Termin ist längst verstrichen.

Inzwischen wird deutlich, dass sich die Arbeiten noch weiter verzögern werden. Zusätzlich kommen neue Maßnahmen auf die Station zu, ein Ende ist weiterhin nicht absehbar.

Sanierung an der Ullsteinstraße: BVG steht vor neuer Herausforderung

Immer wieder tropft es im Bahnhof von der Decke. Nach Angaben der BVG handelt es sich um sogenanntes Schichtenwasser. Witterung und Verkehr haben die Fugen zwischen Straßenebene und Station beschädigt, sodass Wasser eindringt, sich sammelt und den Beton angreift. Diese Schäden sollten bis 2024 behoben werden, doch die Arbeiten dauern an.

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Die Sanierung erweist sich als deutlich komplexer als ursprünglich angenommen. Die besondere Lage der Station im Hohlkasten der Brücke über den Teltowkanal erschwert das Vorgehen zusätzlich. Nun ist ein weiteres Problem hinzugekommen. Wie ein BVG-Sprecher der „Berliner Morgenpost“ sagte, wurden unerwartete statische Schwierigkeiten festgestellt. Dadurch steigt der Arbeitsaufwand erheblich und der Einsatz einer aufwendigen Abfangkonstruktion wird notwendig.

+++ Bald ist Schluss! Teil von BVG-Tramlinie wird stillgelegt +++

Zwar sind inzwischen rund 70 Prozent der Fugensanierung am Brückenbauwerk abgeschlossen, doch bis die Arbeiten beendet sind, wird es voraussichtlich noch dauern. Neben den neuen Herausforderungen spielt auch eine Rolle, dass die Sanierung bei laufendem Betrieb stattfindet und daher ausschließlich nachts möglich ist. Ein konkretes Enddatum kann die BVG derzeit nicht nennen. Nach aktuellem Stand rechnet man damit, dass die Maßnahme Ende 2026 abgeschlossen sein wird.

Weitere Bauarbeiten geplant

Auch der Verkehr auf dem Tempelhofer Damm ist stark betroffen. Seit 2022 steht stadteinwärts über die Stubenrauchbrücke nur eine Fahrspur zur Verfügung. Der Weg für Radfahrende und Fußgängerinnen sowie Fußgänger ist seit Kurzem vollständig gesperrt. Sie müssen nun einen abgetrennten Abschnitt der Fahrbahn nutzen.

Wenn die aktuellen Arbeiten beendet sind, folgt noch der nächste Sanierungsabschnitt. Neben der laufenden Maßnahme sind eine umfassende Grundinstandsetzung des Bahnhofs und eine zweite Phase des barrierefreien Ausbaus geplant. Die Tunnelsanierung umfasst eine Betoninstandsetzung und die Erneuerung der Außenabdichtung. Auch die Stubenrauchbrücke selbst muss grundlegend saniert werden.