Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) beschleunigen ihre Modernisierung: Schon im Frühjahr 2026, und damit einige Monate früher als geplant, sollen auf den Großprofil-Linien U5 bis U9 die neuen Züge der Baureihe J in Betrieb gehen.
Insgesamt will die BVG bis Anfang 2027 236 Wagen in den regulären Betrieb bringen.
BVG: Besseres Angebot auf mehreren Linien
Einem Bericht des RBB zufolge wird der frühere Start laut BVG durch optimierte Abläufe und die Erfahrungen mit den bereits eingeführten JK-Zügen für das Kleinprofil ermöglicht. Diese Züge sind seit September ausschließlich auf der U2 unterwegs – jede Woche kommt ein neuer Zug hinzu.
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Auch das Angebot für Fahrgäste soll sich spürbar verbessern. Mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember wird auf der U3 zwischen Krumme Lanke und Warschauer Straße ein deutlicher Kapazitätszuwachs erwartet: Alle Züge sollen dann tagsüber mit acht Wagen verkehren, das Platzangebot steigt um etwa 30 Prozent. Ab Mitte Januar sollen zudem die Bahnen auf der U2 wieder im Vier-Minuten-Takt fahren.
„Die Inbetriebnahme neuer U-Bahnzüge hat die Situation stabilisiert“
BVG-Vorstandschef Henrik Falk spricht von einer klaren Trendwende: „Die Inbetriebnahme neuer U-Bahnzüge hat die Situation stabilisiert.“ Die Pünktlichkeit liege inzwischen bei rund 97 Prozent – ein Wert, der seit Jahren nicht erreicht wurde.
Auch beim Personal sieht die BVG Fortschritte. Nach dem Tarifabschluss im Frühjahr gingen im Fahrdienst 21 Prozent mehr Bewerbungen ein. Personalvorständin Jenny Zeller-Grothe kündigte zudem an, bei den kommenden Tarifverhandlungen im Januar flexiblere Arbeitszeitmodelle durch KI-gestützte Schichtplanung voranzutreiben.
Trotz laufender Umstrukturierungen und interner Reibungen zeigt sich das BVG-Vorstandsteam optimistisch: Mehr Züge, stabilere Fahrpläne und besser besetzte Dienste sollen 2026 zum Jahr machen, in dem die Berliner U-Bahn wieder Fahrt aufnimmt.
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