Kein Zugverkehr auf der U2 – stattdessen steht BVG-Fahrgästen ein Fußmarsch bevor

Noch bis zum 3. November 2025 kommt es auf der U2 von Pankow nach Ruhleben und umgekehrt zu Einschränkungen – genauer gesagt zwischen dem Senefelderplatz und Stadtmitte. Aufgrund von Bauarbeiten ist auf diesem Streckenabschnitt seit dem 20. Oktober nämlich ein Schienenersatzverkehr eingerichtet worden.

Doch um zu den bereitstehenden Bussen zu kommen, steht den Fahrgästen im Berliner Zentrum erstmal ein kleiner Fußmarsch bevor. Ganz schön umständlich, oder was sagt die BVG selbst dazu?

Fahrgäste müssen mehrere Meter zurücklegen

Wer in Richtung Pankow unterwegs ist, kommt derzeit nur bis zur Haltestelle Stadtmitte. Dann muss in einen der Busse umgestiegen werden. Doch die Fahrzeuge stehen nicht etwa parat, wenn man vom U-Bahnhof nach oben kommt – sondern: In der parallel dazu liegenden Glinkastraße. Laut einem Kartendienst auf dem Smartphone sind das stolze 450 Meter Entfernung. Gerade für ältere Personen oder eingeschränkte Fahrgäste könnte dies zu einer regelrechten Herausforderung werden.

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Doch weshalb startet der Schienenersatzverkehr überhaupt so weit entfernt? „Direkt am Bahnhof Stadtmitte, also rund um den Gendarmenmarkt, gibt es dafür keine geeigneten Flächen“, erklärte ein BVG-Sprecher auf Nachfrage von BERLIN LIVE. Bei der Planung der Ersatzhaltestellen stehe man ohnehin immer vor einer Herausforderung: „Sie müssen für große Busse erreichbar sein und genug Platz bieten, bei Endhaltestellen auch für Wendemanöver und gesetzlich vorgeschriebene Pausenzeiten.“

BVG möchte stets transparent bleiben

„Wir bemühen uns, auch bei notwendigen Baumaßnahmen die Einschränkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten“, erläuterte der Sprecher weiter gegenüber unserer Redaktion. Weil die Bushaltestelle sogar näher am U-Bahn-Halt Anton-Wilhelm-Amo-Straße liegt, folgt dort bereits ein erster Hinweis zum möglichen Ausstieg für die Fahrgäste.

„Neben Durchsagen in den Zügen der U2 weisen auch Aushänge und digitale Anzeigen auf die geänderte Haltestellenlage hin“, verriet der BVG-Sprecher. Zusätzlich bemühe man sich, alle entsprechenden Änderungen den Fahrgästen auch bereits in der App und über den Störungsmelder transparent und rechtzeitig mitzuteilen.