Nach massiven Einschränkungen im Betrieb der drei Notaufnahmen der Berliner Universitätsmedizin Charité kehrt am Mittwoch wieder Ruhe ein. Der Klinikbetrieb läuft nach den technischen Komplikationen wieder in gewohnten Bahnen.
Wie Pressesprecher Markus Heggen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, sind die Schwierigkeiten mittlerweile vollständig beseitigt. „Alles ist behoben“, erklärte der Sprecher am Mittwochmorgen.
Vorsichtsmaßnahme statt Cyberangriff
Auslöser für die temporäre Sperrung der Notaufnahmen war ein IT-Defekt am Dienstagabend. Um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten, durften Rettungswagen die Standorte vorübergehend nicht anfahren. Heggen betonte, dass es sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme gehandelt habe.
Die bereits in den Notaufnahmen befindlichen Patienten wurden laut Klinikangaben ohne Unterbrechung weiter versorgt. Auch Personen, die eigenständig zu Fuß in die Klinik kamen, erhielten die notwendige medizinische Hilfe. Spekulationen über eine externe Attacke wies der Sprecher klar zurück: „Das war definitiv kein Cyberangriff, sondern ein technisches Problem“, stellte Heggen fest. Er ergänzte zudem, dass der Vorfall „eigentlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Krankenhausbetrieb“ gehabt habe.
Während der IT-Störung reagierte die Feuerwehr umgehend. Sprecher Timur Tischler erläuterte, dass die Leitstelle die Rettungswagen während der kritischen Phase gezielt in andere Kliniken umleitete. „Alle Patienten sind in andere umliegende Krankenhäuser gebracht worden“, so Tischler.
Zwar führten diese Maßnahmen in einigen Fällen zu längeren Anfahrtswegen für die Rettungskräfte, doch ein Chaos blieb aus. Die Leitstelle sei auf derartige Szenarien gut vorbereitet, betonte der Feuerwehrsprecher abschließend.
