Nach mehreren Schießereien in den vergangenen Wochen erhöht die Berliner Polizei den Druck auf kriminelle Strukturen. Unter dem Einsatzstichwort „Clans in Berlin“ kontrollieren die Behörden seit Mitte November verstärkt Personen, Fahrzeuge und bekannte Treffpunkte der organisierten Kriminalität.
Die Bilanz der ersten Woche fällt deutlich aus: Rund 1000 Menschen und 700 Fahrzeuge wurden überprüft, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.
Clans in Berlin geht es an den Kragen
Anlass sind die zuletzt vermehrten bewaffneten Auseinandersetzungen, die in mehreren Berliner Bezirken für Aufsehen und Verunsicherung gesorgt hatten. Um erneute Angriffe zu verhindern, setzt Berlin auf einen umfassenden Ansatz. Hunderte Einsatzkräfte sind seit dem 13. November sowohl tagsüber als auch nachts im Stadtgebiet unterwegs und sollen auch in den kommenden Wochen aktiv bleiben.
Organisiert wird der Einsatz innerhalb der Besonderen Aufbauorganisation „Ferrum“, die speziell zur Eindämmung von Gewalt im Clanmilieu geschaffen wurde. Ziel sei es, Verdächtige und einschlägig bekannte Orte frühzeitig zu kontrollieren, erklärte die Polizei. Schon bei ersten Hinweisen oder Auffälligkeiten rücken die Kräfte aus. Neben Personen- und Fahrzeugkontrollen in direktem Umfeld werden auch großflächige Verkehrskontrollen durchgeführt.
Das haben die Beamten beschlagnahmt
Die bisherigen Ergebnisse zeigen, wie umfangreich das Problem ist. Insgesamt stellten die Beamten knapp 70 Straftaten und rund 130 Ordnungswidrigkeiten fest. Beschlagnahmt wurden mehrere Messer, Schusswaffen, Schlagstöcke und Pfeffersprays.
Auch eine ballistische Schutzweste, sogenannte Quarzsandhandschuhe sowie ein verbotenes Elektroimpulsgerät fielen den Ermittlern in die Hände. Darüber hinaus entdeckte die Polizei in mehreren Fällen Drogen unterschiedlichster Art.
Mit der Intensivierung der Maßnahmen will die Polizei nach eigenen Angaben nicht nur bestehende Ermittlungen unterstützen, sondern vor allem weitere Gewalteskalationen verhindern. Die Kontrollen sollen fortgesetzt werden – und damit ein klares Signal setzen: Die Sicherheitsbehörden nehmen die jüngste Entwicklung im Umfeld der Clans in Berlin sehr ernst.
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