Sterngucker in Berlin und Brandenburg dürfen sich in der zweiten Oktoberhälfte auf ein seltenes Schauspiel freuen.
Gleich zwei Kometen – „Swan“ und „Lemmon“ – ziehen über den Nachthimmel und sind bei klarem Wetter mit dem Fernglas, teils sogar mit bloßem Auge zu erkennen. Das teilte Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde mit.
Himmelsspektakel über Berlin und Brandenburg
Einem Artikel des RBB zufolge war Komet Swan (C/2025 R2) erst im September entdeckt worden, da er aus Richtung der Sonne kam und so lange unsichtbar blieb. Am 19. und 20. Oktober erreicht er seine maximale Helligkeit und wird abends tief im Südwesten stehen. Er nähert sich der Erde auf rund 30 Millionen Kilometer und zeigt einen langen Schweif – besonders beeindruckend bei dunklem Himmel. Anfang November verblasst er wieder.
Komet Lemmon (C/2025 A6) ist ein echter Zeitreisender. Er war zuletzt vor 1.320 Jahren in Erdnähe und wird erst in 1.410 Jahren zurückkehren. Schon jetzt ist er am Morgenhimmel sichtbar und durchquert mehrere Sternbilder – darunter den Großen Bären. Am 21. Oktober erreicht Lemmon seine größte Erdnähe (90 Mio. Kilometer). Der beste Beobachtungszeitraum liegt zwischen dem 28. und 31. Oktober.
Kometen können gefährlich sein
Experten warnen: Kometen aus Richtung der Sonne sind schwer zu erkennen. 2013 explodierte ein Asteroid über Tscheljabinsk – ein Beispiel für die Risiken unerwarteter Himmelskörper. Neue Weltraumteleskope sollen künftig frühzeitige Warnungen ermöglichen.
Kometen bestehen aus Eis, Gestein und Staub und stammen aus der Frühzeit des Sonnensystems. Nähern sie sich der Sonne, entsteht durch Verdampfung ihres Kerns der typische Schweif, der Millionen Kilometer lang werden kann.
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