Die teilweise Stilllegung der BVG-Straßenbahnlinie 21 sorgt für massiven Ärger bei Fahrgästen und Verbänden. Ab dem 22. November 2025 wird die wichtige Verbindung zwischen Friedrichshain und Rummelsburg auf dem Abschnitt Holteistraße–Marktstraße vollständig außer Betrieb gehen.
Die Interessengemeinschaft Eisenbahn, Nahverkehr und Fahrgastbelange Berlin (IGEB) übt Kritik und fordert Änderungen.
BVG-Tramlinie wird teilweise stillgelegt
Vorausgegangen ist bereits eine baubedingte Unterbrechung zwischen Bersarinplatz und Hegemeisterweg beziehungsweise Blockdammweg. Für viele Fahrgäste der Linie 21 bedeutet dies einen drastischen Einschnitt in ihre alltägliche Mobilität.
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Der Berliner Fahrgastverband IGEB übt in seiner aktuellen Stellungnahme deutliche Kritik am Berliner Senat und an der BVG. Die Entscheidung, die Verbindung ersatzlos stillzulegen, sei ein „weiterer Offenbarungseid der Verkehrspolitik“, heißt es in der Mitteilung. Während BVG-Chef Henrik Falk öffentlich das Motto „Stabilität vor Wachstum“ ausgegeben habe, zeige die Realität mit Blick auf die Linie 21 genau das Gegenteil: „Schrumpfung vor Stabilität“.
„Bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag“
Besonders kritisch sieht der Verband, dass die Einstellung auf unbestimmte Zeit erfolgen soll. Nach Einschätzung der IGEB drohe eine faktische Stilllegung „bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag“, da die Wiederaufnahme des Betriebes vom Baufortschritt der seit Jahren geplanten Neubaustrecke über den Bahnhof Ostkreuz zur Sonntagstraße abhänge. Wann diese tatsächlich fertiggestellt wird, ist weiterhin unklar.
Der Fahrgastverband fordert daher eine rasche und pragmatische Lösung. Konkret verlangt die IGEB – in Anlehnung an ein ähnliches Vorgehen an der Gehrenseestraße – eine provisorische Instandsetzung der bestehenden Gleise, um einen durchgehenden Betrieb der Linie 21 auf der gewohnten Strecke sicherzustellen. Eine temporäre Reparatur sei technisch möglich und zumutbar, um die Mobilität in den betroffenen Stadtteilen aufrechtzuerhalten.
Mit ihrem energischen Protest signalisiert die IGEB, dass sie eine dauerhafte Einschränkung nicht hinnehmen will. Für viele Fahrgäste wäre ein provisorischer Weiterbetrieb ein wichtiges Zeichen, dass öffentliche Mobilität in Berlin nicht weiter geschrumpft, sondern ernsthaft gesichert wird.
