Vogelgrippe im Anmarsch: Sind der Berliner Zoo und Tierpark in Gefahr?

Die Vogelgrippe ist wieder auf dem Vormarsch. In diesem Jahr ist sie offenbar besonders unter Kranichen verbreitet. In mehreren Bundesländern wurde der Erreger auch schon in Geflügelbetrieben nachgewiesen.

Der Thüringer Zoopark Erfurt hat daraufhin bereits erste Maßnahmen getroffen und seine Tiere in geschützte Stallungen verbracht. Werden auch im Berliner Zoo und Tierpark schon erste Vorkehrungen in Erwägung gezogen?

Berliner Zoo und Tierpark beobachten aktuelle Lage ganz genau

Auf Nachfrage von BERLIN LIVE versicherte eine Sprecherin der beiden Einrichtungen: „Zoo und Tierpark Berlin stehen in engem Austausch mit den zuständigen Behörden und beobachten die aktuelle Lage sehr genau.“ Sollte sich die Situation in den kommenden Tagen verändern, werde man auch vor Ort entsprechende Maßnahmen zur Vorsorge ergreifen, um einen Ausbruch der Vogelgrippe zu verhindern.

Wie genau diese Maßnahmen aussehen würden? „Zu den möglichen ersten Schritten würde gehören, dass einige Vogelarten vorzeitig in ihre Winterquartiere gebracht werden“, erklärte die Sprecherin gegenüber unserer Redaktion. Zudem könnten die Tiere im Vogelhaus, in der Fasanerie und im Hühnerhaus – falls notwendig – in den geschützten Innenbereichen verbleiben.

Erste Fälle bereits unweit von Berlin aufgetreten

Bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahmen nie getroffen werden müssen. Wie Medien berichten, wurden allerdings auch schon Fälle der Erkrankung unweit von Berlin gemeldet. In Kremmen im Kreis Oberhavel waren beispielsweise 5.000 Gänse davon betroffen. Um den Ausbruch der Vogelgrippe zu stoppen, mussten die Tiere getötet werden.

Wie sich kurze Zeit später herausstellte, sei im Gänsegehege ein toter Kranich gefunden worden. Er dürfte auch in diesem Fall der Auslöser des Virus gewesen sein. Laut des Agrarbetreibers jedoch nicht zu vermeiden – immerhin würde die Freilandhaltung der Gänse im Zuggebiet der Vögel liegen.