Weniger Züge für mehr Stabilität: S-Bahn Berlin geht drastischen Schritt

Wenn eines für Frust unter Pendlern der S-Bahn Berlin sorgt, dann ist es die Unzuverlässigkeit. Ein Problem, das tief geht – genau deswegen will der Verkehrsbund da in Zukunft ansetzen.

Doch der Lösungsansatz klingt drastisch: Die S-Bahn Berlin will Züge streichen! Ob das gut gehen kann?

S-Bahn Berlin geht drastischen Schritt

Karsten Preißel (Geschäftsführer Produktion der Deutsche-Bahn-Tochter S-Bahn Berlin GmbH) sieht darin jedenfalls einen Lösungsansatz, um die Zuverlässigkeit des Berliner S-Bahn-Systems wieder zu steigern – oder erstmals zu sichern. Die „Anpassung des Betriebsprogramm“ soll also helfen.

Suchst du nach weiteren praktischen Informationen zum Verkehr in Berlin? Melde dich hier für unseren Verkehrs-Newsletter an

*Pflichtfeld. Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu. Eine Abmeldung ist jederzeit über einen Link im Newsletter möglich.

Doch was ist eigentlich das Problem? „Zwischen Biesdorfer Kreuz und Warschauer Straße passt in der Hauptverkehrszeit nichts mehr rein“, betont er, laut „nd-aktuell„. Schlappe 24 Züge sind pro Stunde und Richtung mit S5, S7 und S75 auf zwei Gleisen unterwegs. Das Problem: Wenn etwas klemmt, oder eine Überführung gemacht werden muss, sei das ein Thema.

+++ True Crime Berlin: Der S-Bahn-Mörder – immer mehr Morde und ein tödliches Geheimnis +++

S-Bahn Berlin: Weniger Züge, mehr Verlässlichkeit

Eine ähnliche Situation spiegelt sich im Nord-Süd-Tunnel wider. Laut Preißel sei die Anspannung hoch. Kein Wunder! Ständige Probleme mit der Leit- und Sicherungstechnik, also Gleisen, Weichen, Signalen, Stellwerken, Personen in und am Gleis, medizinischen Notfällen und Fahrzeugstörungen stoßen bei Pendlern eben auch auf. Und es kann noch schlimmer kommen.

Irgendwann könne das System komplett kollabieren – wenn die vielen Störeinflüsse mit der Anspannung einhergehen würden, so Preißel. Jetzt also die Frage: Wo kann man etwas herausnehmen? Bis eine Antwort gefunden ist, heißt es abwarten. Sollte mit weniger Zügen die S-Bahn Berlin aber besser laufen, können sich Pendler auf die Zukunft freuen.