Letztes Mal Glühwein! Kult-Weihnachtsmarkt in Berlin schließt für immer

Traurige Nachrichten aus Spandau! Der „Kladower Christkindlmarkt“ findet in diesem Jahr zum letzten Mal statt. Ab kommendem Jahr müssen die Besucher auf den beliebten Weihnachtsmarkt am Hafen verzichten.

Doch warum ist nun Schluss? Und gibt es vielleicht schon Ideen für einen Nachfolger?

Das sind die Gründe für das Weihnachtsmarkt-Aus

Mit etwa 50 Ständen, jeder Menge Kunsthandwerk und einem Weihnachtsmann, der per Polizeischiff anreist, zieht der „Kladower Christkindlmarkt“ seit Jahrzehnten tausende Besucher an. Nicht nur aus Kladow selbst kommen viele, sondern auch aus Wannsee mit der Fähre.

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Der Berliner Weihnachtsmarkt hat einen ganz besonderen Charme, auf den die Besucher allerdings ab 2026 verzichten müssen. Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, findet er am zweiten Adventswochenende noch ein letztes Mal statt. Danach gehen auf dem Areal am Imchenplatz für immer die Lichter aus.

Diese Alternative ist möglich

Gründe gibt es dafür mehrere. Da wären einerseits der enorme Aufwand für die ehrenamtlichen Organisatoren (u.a. Standbetreuung und Bürokratie) und andererseits der Kostenfaktor. „Wir sehen den Weihnachtsmarkt auch aus sozialer und familiärer Sicht. Salopp gesagt: Glühwein und die Nackensteak müssen für Familien bezahlbar sein, aber das hier ist für uns und die Marktstände so selbst nicht mehr finanzierbar“, so Oliver Jonas, Chef des „Kladower Dorf-Union“ gegenüber dem Blatt. Und auch die Bundeswehr spielt eine Rolle. Sie stellte in der Vergangenheit für die Lagerung von Material für den Weihnachtsmarkt eine Halle zur Verfügung. Das geht nun nicht mehr – man braucht den Platz mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen selbst, beispielsweise für Nato-Spezialisten.

Schweren Herzens haben sich die Ehrenamtlichen daher entschlossen, den Christkindlmarkt ein letztes Mal auf die Beine zu stellen, bevor er endgültig Geschichte ist. Ihn zu verkleinern oder zu verlegen sei keine Option.

Ganz verzichten müssen die Kladower künftig wohl aber nicht auf einen Weihnachtsmarkt. Laut Pfarrer Nicolas Budde könne man sich einen kleineren Markt an der Dorfkirche und im Gemeindegarten vorstellen. Auch wenn der große Markt verschwindet – ein kleines Stück Weihnachtszauber könnte in Kladow weiterleuchten.